5 Wege eine lange Beziehung zu verbessern

Jede Beziehung beginnt mit einem Feuerwerk der Emotionen. Es kribbelt, die Welt schimmert rosa und Momente wären ewig. Jeder Augenblick ist das pure Leben und nichts vermag dieser Euphorie Elan zu rauben. Als würde es nie enden, bedenkt eigentlich niemand genau das Ende dieser Phase. Sobald die Welt ihre gewohnten Farben zurück erhält, stellt sich häufig Ernüchterung ein. Denn spätestens jetzt muss man am gemeinsamen Miteinander arbeiten, Kompromisse eingehen und die Liebe am Leben halten ohne dem Alltag und der Gewohnheit zu verfallen.Aus genau diesem Grund möchte ich hier fünf Wege aufzeigen, wie man eine Beziehung auch langfristig am Leben halten kann.

Geschenke

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, heißt es. Genau das gilt auch für ein gesundes Miteinander, denn nichts ist schöner als jemandem, den man mag eine kleine Freude zu bereiten. Achte auf die Äußerungen deines Partners und finde etwas, dass ihm gefällt. Es sollte auch nichts teures sein, denn es geht um die Geste. Du hast jenseits des Geschenkezwangs an Weihnachten, Geburtstag usw. an deinen Schatz gedacht. Tolle Gelegenheiten für Geschenke sind beispielsweise das Überwinden einer schweren Aufgabe wie dem Sortieren des Dachbodens. Vielleicht möchtest du aber auch deiner Liebsten zeigen wie viel es dir bedeutet, dass sie sich freiwillig von Schuhen getrennt hat, die sie länger nicht mehr getragen hat. Möglichkeiten gibt es sicher genug, nutze sie.

Wer rastet, der rostet

Der größte Beziehungskiller ist der Alltag. Jeder Ablauf ist schon zig mal durchgekaut worden, jedes Gespräch geführt und die Wochen ziehen ins Land. Mit rasender Geschwindigkeit verstreichen Monate, Jahre, Jahrzehnte und irgendwann fragt man sich selbst, was ist dir geblieben? Liebe bedarf aufmerksamer Pflege. Neurologisch gesehen, arbeitet das Gehirn mit Routinen um regelmäßig wiederkehrende Abläufe nicht erneut „aufmerksam“ durchleben zu müssen. So ist Platz für neue Eindrücke, die das Gehirn fordern. Traurig nur, wenn man diese Kapazitäten ungenutzt lässt. Bindung jeglicher Art entsteht aus einer Mischung aus Sicherheit und Aufregung. Entdecke mit deinem Partner gemeinsam Neues. Dabei ist es fast schon egal was, so lange es für euch beide neu ist. Geht ins Theater oder in die Oper. Besucht einen Töpferkurs (die meisten Frauen assoziieren damit eh Romantik) oder fahrt spontan in eine fremde Stadt. Mag sein, dass nicht alles euer Ding ist, aber es bereichert eure Beziehung um eine Erfahrung reicher. Ihr könnt darüber sprechen, lachen und gemeinsam daran erinnern. Von Zeit zu Zeit lockern sich so die Fesseln des Alltags.

Mach mal frei

Und wo wir gerade von Alltag sprechen. So wie man sich einmal im Jahr länger von seiner Arbeit frei nimmt um zu entspannen, eine andere Sicht der Dinge zu bekommen und Zeit für alles zu haben, dass sonst keinen Platz findet. In einer Partnerschaft ist es genauso, denn sie lebt von Kompromissen. Niemand kann 100% er selbst sein, wenn er mit dem Partner zusammen ist. Viele kleine Kontrollen der eigenen Person sind an sich nicht das Problem, aber es kann die Psyche schwer belasten, wenn wir nicht ab und zu Raum für uns bekommen. Gerade für Paare, die zusammen wohnen, ergibt sich nur selten die Möglichkeit „auszubrechen“. Nimm dir daher deinen Freiraum. Triff dich mit Freunden oder mach etwas schönes für dich. Wenn ihr beide ein festes Hobby auswärts habt umso besser. Falls nicht, dann verabredet euch am besten, wann jeder mal einen Abend nicht Zuhause ist. Um es kulinarisch zu formulieren: Genuss kommt von Verzicht. Die Distanz zum eigenen Partner gibt den Glücksgefühlen beim Wiedersehen neuen Schwung.

Lass Tarzan ruhig mal kochen

Ein immer wieder aufgegriffenes Thema sind Rollenmodelle in Beziehungen. Und ja, sie sind strittig und in erster Linie müssen sie für beide passen. Nur sehe ich gerade bei Männern häufiger Probleme sich die maskuline Domäne teilen zu müssen oder sie gar abzugeben. Wer genau sagt denn, dass eine Frau kochen und der Mann Schränke aufbauen muss? Das schlimmste was einer Beziehung passieren kann ist ein Korsett in das sie nicht passt. Liebe Männer, habt keine Angst davor die Bohrmaschine aus der Hand zu geben, denn es gibt keine geschlechtsspezifischen Aufgaben. Nur Aufgaben, die dir oder deinem Partner besser liegen. Sobald du das akzeptiert hast und nicht versuchst auf Krampf ein Bild zu erzwingen, dass es nicht gibt, dann hilft es euch beiden zu mehr Ruhe und Vertrautheit. Glaub mir ;)!

Auch Lügen heißt Lieben

Natürlich kommt die Kontroverse zum Schluss. Grundsätzlich sollte eine Beziehung immer offen und ehrlich geführt werden. Aber auch umsichtig und respektvoll. Der häufige Kontakt zu Menschen führt allerdings zu Situationen in denen beides nur schwer unter einen Hut zu kriegen ist. Daher ist es nicht schlimm, wenn Frauen zum Wohle aller mal einen Orgasmus vortäuschen. Oder der Mann die Frage zum neuen Kleid unwahr beantwortet. Ich denke kleine Lügen verletzen weniger, als es die Wahrheit würde. Aber dieser Tipp ist mit Vorsicht zu genießen und sollte nicht zum Selbstzweck verkommen. Diese Lügen (oder Fast-Wahrheiten, wie ich sie nenne) sind immer dann angebracht, wenn es für beide nur zu Ärger und negativen Gefühlen führen würde die Wahrheit zu sagen. Dinge, die den Streit nicht wert wären. Bei echten Problemen oder Ansichten sollte man hingegen immer ehrlich sein und mit dem Partner sprechen. Wichtig ist der gesunde Mittelweg.

Grundsätzlich gilt, dass ein glückliches Miteinander kein Hexenwerk oder Glück ist, sondern Aufmerksamkeit, Hingabe und die Fähigkeit sich immer wieder neu zu erfinden. Jeder kann auf Dauer mit seinem Partner glücklich sein, man muss es nur wollen.

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