Eine wie keine – Meine Woche

Schon schlimm, wie die Zeit dahin fliegt. Eben ist noch Dienstag und der Schock des Wochenstarts leicht verdaut, da wartet auch schon der nächste um die Ecke. Umso wichtiger, dass ich mich in gewohnter Manier (soweit ich weiß, habe ich erst einmal ausgesetzt) mit den Themen der Woche befasse. Als da wären meine Erlebnisse bei einem Komparsenjob, meinem nagelneuen Job, handwerklichen Fähigkeiten, die bei mir leider vergeblich zu suchen sind und wenn noch Platz ist ein paar Gedanken zu Beziehungen im Allgemeinen. Letzteres kommt ansonsten mal als eigener Post. Mein Blog, meine Regeln – und so.

Ich werde ein Star – nicht!

Am Mittwoch war ich auf Ansinnen der Liebsten mit ihr und meiner besten Freundin als Komparse bei einem Fernsehfilm geladen (oder gebucht? Wurden ja schließlich bezahlt…). Jedenfalls war es eine wirklich spannende und aufregende Erfahrung, der ich mich insbesondere hier schon gewidmet habe. Dabei gehe ich insbesondere auf die verschiedenen Persönlichkeiten ein, denen ich begegnet bin, denn das war für mich ohne Frage der aufregendste Teil. Zum Dreh an sich kann ich nur sagen, dass es interessant war, zu sehen, wie eine Idee vom Drehbuch in der Realität umgesetzt wird. Der aufgekratzte Regieassistent gab sich die Größte Mühe alle beteiligten unter einen Hut zu bekommen. Ich muss tatsächlich sagen, dass ich Respekt vor allen habe, die in der Branche arbeiten. Leicht ist das sicher nicht.

Bob, der Maumeister

Seit meiner Geburt mangelt es mir handwerklich an jeglichem Talent. Als Kind bekam ich mal eine Holzseilbahn, die ich selbst zusammenkleben und den Seilzug eigenhändig montieren sollte. Beides klappte nur bedingt und das fertige Subjekt erinnerte mehr an etwas, das ein Fünfjähriger bei den Pfadfindern geschnitzt hat, als an eine moderne und funktionsfähige Seilbahn samt Zugsystem. Wieso ich das erwähne? Weil ich genau diesen unbeschreiblichen Segen zweier linker Hände gestern Mal wieder ordentlich bewiesen habe. Zusammen mit der Liebsten standen ein paar Hausarbeiten an. Die Wohnzimmerlampe – ein verdammt geiler Kronleuchter – wollte endlich angebracht werden und nicht länger auf dem Esstisch rumstehen. Ebenso gab es diverse Bohrlöcher, die endlich verspachtelt werden sollten. Zu guter Letzt kam ich noch auf die grandiose Idee alle ungenutzten Nägel aus den Wänden zu holen. Genau dabei wurde es dann kritisch. In Ermangelung besserer Werkzeuge nahm ich mir eine Rohrzange zur Hand und stemmte mich mit Körpereinsatz gegen die Wand. Ging mehrmals gut und dann schief, denn der letzte Nagel befand sich über dem Schrank, auf dem diverse Kisten ihr staubiges Ende fanden. Ruckartig zog ich den Nagel raus, verlor das Gleichgewicht, zerrte mit der Hand eine schwere Dekokiste runter und fing sie geistesgegenwärtig mit der Stirn. Konsequenz: Kleine Platzwunde am Kopf und mehr Kopfschmerzen als zuvor. Yay. Ich verleihe mir selbst den Award für den Held der Woche…

Jeder Held braucht seine Aufgabe

Wo wir gerade beim Thema sind. Dienstag habe ich endlich die Jobzusage erhalten, auf die ich nunmehr seit sechs Monaten warte. Gestern kam auch prompt der Vertrag dazu. Im Gegensatz zum letzten Mal, habe ich diesmal aber ein gutes Gefühl und ich freue mich endlich wieder arbeiten zu können. Mir gehen meine vier Wände allmählich auf den Keks, aber das ist ein anderes Thema. Am 01. 04. geht es los und ich bin gespannt wie ein Schnitzel, denn wie bereits erwähnt habe ich seit sechs Monaten nicht mehr richtig gearbeitet. Hoffen wir mal, dass ich schnell wieder rein finde. Was ich aber im Vorwege schon sagen kann ist, dass ich mit einem tollen Stab an Kollegen zusammenarbeiten werde, denn die meisten kenne ich noch von früher und halte losen Kontakt. Etwas skeptisch bin ich noch, bezüglich der Bank, denn der muss ich die Tage erklären, dass ich so wenig verdiene, dass eine wirkliche Rückführung der laufenden Kreditsummen nicht möglich ist. Aber auch das ist eine andere Geschichte, die hier nicht hingehört.

 Wenn die Liebe ausbleibt

Von Zeit zu Zeit unterhalte ich mich ganz gerne mal mit der Liebsten über das, was sie oder mich so bewegt. Dabei stoßen wir gelegentlich auf Fragestellungen, deren Antwort wir uns nur erschließen oder vermuten können. Heute kam uns beiden die Frage in den Sinn, wie es sein muss mit Anfang 30 auf der Suche nach einer Beziehung zu sein, wenn bisher noch keine Familienplanung stattfand. Ist das nicht eigentlich das Alter in dem Mann sesshaft wird, Frau Kinder bekommt und beide über Ehe sinnieren? Aber wie genau sieht die Auswahl potentieller Partner vor dem Hintergrund noch nicht abgeschlossener Familienplanungen aus? Beeinflusst das die Wahl? Instrumentalisiert man vielleicht sogar das Objekt der Begierde auf dem Weg zum perfekten Glück?

All diese Fragen schossen uns heute durch den Kopf und wenn ich so darüber nachdenke, werde ich bei Gelegenheit nochmal etwas ausführlicher darüber schreiben.

Für heute soll es das gewesen sein.

In diesem Sinne.

Meine Woche und ich!

Viel ist passiert in den letzten Tagen. Über die Ereignisse, die mir am ehesten im Kopf hängen geblieben sind, möchte ich heute schreiben. Soweit ich das beurteilen kann, ist von allem ein wenig dabei. Sogar Superhelden könnten spontan wieder zum Thema werden. Doch zunächst ein paar Worte zum aktuellen Stand meiner „Autorenfähigkeiten“. Anführungszeiten deshalb, weil ich mir extrem komisch vorkomme, das was ich mache als das Handwerk eines Autoren zu betiteln. Aber das ist vermutlich eine andere Geschichte und soll ein anderes mal erzählt werden.

Schreiberei

An und für sich läuft es eigentlich ganz gut, aber anhand der ganzen Einschränkungen merkt der geneigte Leser sicher, das das nur die halbe Wahrheit ist. Irgendwie komme ich an fast allen Baustellen nicht mehr weiter. Meine Figuren sind nicht durchdacht und wirken auf mich plump und konstruiert. Die Dialoge, die ich bisher so habe sind gestelzt und überhaupt nicht interessant. Ebenso verhält es sich mit dem Storyverlauf an sich, denn ich habe keinen roten Faden, nichts zu erzählen und irgendwie auch keine Ahnung, worauf all das hinauslaufen soll. Schlüssig bin ich mir lediglich darüber, dass ich 3 Schicksale miteinander verknüpfen möchte. Hinter jedem Handlungsstrang verbirgt sich ein menschliches Problem. Davon habe ich aktuell nur für „den König“ eine Idee, wie das aussehen könnte. Grob gesagt, ist er ein zu gutgläubiger Mensch, der wegen seiner Naivität in die Prämisse gerät, sich zwischen die Rivalität seines besten und ältesten Freund, und seinem inzwischen erwachsenen Adoptivsohn entscheiden zu müssen. Beide buhlen um die Gunst des Königs, ohne das dieser es merkt und trifft letztlich eine folgenschwere Entscheidung, die das Leben aller Verändern wird. In Aidens Fall, geht es um seine Vergangenheit und die Gegenwart, zwischen denen er steht ohne wirklich eine Wahl zu haben. Für March hingegen habe ich noch nichts gefunden, hoffe aber täglich, dass mir etwas Interessantes einfällt.

Naja, soweit ich weiß ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, nur lassen mich die aktuellen Ereignisse daran zweifeln, dass überhaupt einer in mir wohnt. Dafür ist mir im Rahmen der Schreiberei aufgefallen, dass ich zu Metal nicht mehr wirklich arbeiten kann. Zum Bahnfahren oder so ist die Mucke weiterhin der Hit, aber wenn ich mich fokussieren soll, womit ich unfassbare Schwierigkeiten habe, dann ist neuerdings klassische Cello-Musik die Wahl der Stunde. Der liebliche Klang zwischen Violine und Bass ist für mich der perfekte Kompromiss zwischen Trauer und Freude. Musik gewordene Melancholie, genau wie ich es mag. Wunderbar.

Neuerungenschaft der Woche

Ja, ich weiß, ich habe „Schaft“ gesagt. Mal wieder sind zwei Jahre vorbei und mein Mobilfunkanbieter war so frei mir einen besseren Vertrag zu vermachen. Deswegen habe ich neuerdings nicht nur ein geiles Telefon, sondern auch den Streamingdienst Netflix. Die Liebste und ich schauen in letzter Zeit eh überwiegend Serien und weniger Filme, meistens, weil es einfacher ist, immer Nachschub vorhanden ist und somit die langwierige Entscheidungsphase ausfällt. Auch ist die Ausbreitung der Charaktere in Serien deutlich besser, als in Filmen, alleine schon wegen der Zeit. Deswegen können Miniserien für vieles die bessere Lösung sein, um allem die nötigen Freiräume zu geben. Bestes Beispiel: Harry Potter. 7 Staffeln, pro Schuljahr eine mit jeweils 12 Folgen. So ist genug Raum um vollkommen in die magische Welt eintauchen zu können, Nebenfiguren zu etablieren und allem einen gewissen Einklang zu verleihen. Gerade letzteres hat mir den Spaß an den Filmen ziemlich verdorben, denn ohne die Kenntnisse aus den Büchern (freundlichst mitgeteilt von der Liebsten), verstand ich viele Zusammenhänge nicht, was Schade ist.Aber das nur als Tipp für irgendwen, der sich der Sache nochmal annehmen möchte.

Jetzt da ich also über das monströse Serienprogramm von Netflix verfüge, habe ich Diverses zum Probieren und den Anfang durfte eine Superheldenserie nehmen, über die ich zwar schon viel gelesen habe, jedoch nichts gesehen. Arrow heißt das gute Stück und erzählt die Geschichte von Oliver Queen, der als neuzeitlicher Robin Hood, die Fehler seines Vaters ausbügeln will. Ich kenne die Vorlagen nicht wirklich, sondern nur in einigen Bezügen, aber bisher hat es mich gepackt. Erwartungsgemäß sind viele Dialoge recht cheesy und auch die physikalische Logik bleibt gelegentlich auf der Strecke, dafür weiß der Rest zu überzeugen und hält den Zuschauer bei Laune. Auch wenn ich noch ganz am Anfang, ca. Mitte der ersten Staffel, freue ich mich schon auf alles was da noch so kommt. Und auch viele andere Serien gibt es zu entdecken. Alleine um mir die Wartezeit bis Avengers 2 zu vertreiben, aber das ist wohl nochmal ein anderes Thema.

Zum Schluss möchte ich noch ein kurzes Wort an den Gott der Scheibenwelt, Terry Pratchet, verlieren, dessen Tod mich irgendwie bedrückt hat. Ich danke dir für meine Zeit mit Gevatter Tod, seinen Stundengläsern und den Kätzchen, die er so mag. Danke für so viele Ideen, so viel Zauber und Fantasie. Danke für die Scheibenwelt und ihre Bewohner. Mögest du deinen Frieden finden und einen besonderen Platz erhalten, denn du hast die Welt ein klein wenig besser gemacht.

KW 9 von und mit mir!

Neue Woche, neues Glück. Was ist diese Woche so alles passiert?Zunächst habe ich gestern schon die zweite Ausgabe meines neuen Formats „Film der Woche“ versäumt, wofür ich mich zumindest ein bisschen schäme. Allerdings führe ich hier kurz meinen Unfilm der Woche auf, den ich gestern Abend gesehen habe. Dann ist Leonard Nimoy alias Mr. Spock im Alter von 83 Jahren verstorben und ich hatte mein erstes Vorstellungsgespräch an einem Samstag. Zum Schluss noch ein paar Worte zu meiner Schreiberei (wofür ich dringend einen anderen Namen brauch :D)! Also auf gehts:

Lucy

Fangen wir seicht an. Sehr seicht, denn der Film ist eines der dümmsten Machwerke der letzten Jahre und ich hab den zweiten Twighlight gesehen. Es geht darum, dass die Protagonistin, gespielt von der wunderbaren Scarlett Johansson, nach einer durchzechten Nacht zu einem Deal mit zwielichtigen Asiaten genötigt wird. In der Konsequenz der Ereignisse pflanzen sie ihr einen Beutel mit einer neuartigen, synthetischen Droge in den Unterleib, den sie ins Ausland schmuggeln soll. Durch unschöne Gewalteinwirkung reißt der Beutel in ihrem Körper auf und ihr Organismus bekommt die volle Dröhnung ab. Großer Vorteil: Lucy kann mit dem Mittel auf mehr als die üblichen 10% ihres Gehirns zugreifen, was ihr ungeahnte Fähigkeiten verleiht. Und spätestens ab da dreht der Film derartig durch, dass man mit Kopfschütteln nicht hinter herkommt. Während der ähnlich klingende „Limitless“ mit Bradley Cooper im Verlauf der Handlung erörtert, wie man mit überdurchschnittlicher Intelligenz handeln könnte, wird aus Lucy eine Art X-Men. Einzig die Weltraumsequenzen sehen noch ganz passabel aus und lassen zumindest optisch ein wenig Licht ins Dunkel, denn nicht nur die Story ist unglaubliche Grütze. Auch die Schauspielleistung von ScaJo und Morgan Freeman, die ich beide sehr mag, ist furchtbar. Von den Actionsequenzen auf B-Movie Niveau will ich gar nicht anfangen. Den Film braucht wirklich niemand, lasst da also bloß die Finger von.

Leonard Nimoy

Schade irgendwie. Nach einer Lungenerkrankung ist der gute Mr. Spock vor 2 Tagen verstorben. Viel kann ich da eigentlich nicht zu sagen, denn ich kannte ihn lediglich als Schauspieler und auch da nur in seiner bekanntesten Rolle. Aber genau das macht es schwierig, denn damit ist eine Kindheitserinnerung gestorben und ein wenig traurig stimmt mich das schon. Ansonsten könnte ich nur wiederkäuen, was der Rest des Internets schon gesagt hat, was ich lasse.

Beruflich und so

Gestern hatte ich mein erstes Vorstellungsgespräch an einem Samstag und irgendwie ist es ein merkwürdiges Gefühl. Aber es war gut, weil ich anscheinend einen bleibenden Eindruck hinterlassen habe. Nächsten Donnerstag will man sich erneut mit mir treffen und wenn ich mich nicht komplett falsch anstelle, dann könnte ich morgen in einer Woche schon anfangen. Nach den Monaten der Arbeitslosigkeit kann ich mir wenig vorstellen, dass ich lieber täte. Die Position und die Firma um die es geht werde ich nicht näher ausführen, aber ich wage mich in neue Bereiche vor, die ich bislang eher vermieden habe. Ich denke gerade für meine Persönlichkeitsentwicklung ist dieser Schritt genau der richtige, also drückt mir die Daumen.

Meine Schreiberei

Letzte Woche habe ich mich ja über meinen schlechten Stil beklagt und einen gefühlten Downer, was meine Motivation angeht. Liegt vermutlich daran, dass ich mit meiner Geschichte an vielen Enden in Situationen bin, wo mir bisher noch keine Auflösung eingefallen ist. Daran krankt mein Schreibfluss ein wenig, weswegen ich mich auf andere Sachen stürze. Totgeweiht beispielsweise, eine Geschichte um einen Teenager, der durch einen Unfall, bei dem seine Mutter schwer verwundet wird, mit dem Tod und der Vergänglichkeit des Lebens konfrontiert wird. Hier auf der Seite habe ich bislang fünf Teile veröffentlicht und werde damit weiter machen, wenn mir für Dunkle Pfade nichts mehr einfällt. Da beide Storys sehr unterschiedlich sind, glaube ich nicht, dass ich mir selbst kreatives Potential abgrabe. Wirklich schwer tue ich mir weiterhin mit Dialogen, denn alles was meine Figuren sagen klingt roboterhaft und unglaubwürdig, vielleicht sogar albern. Vermutlich werde ich hier einfach noch etwas im Internet und bei der Konkurrenz stöbern müssen um zu lernen, wie so etwas besser geht. Eine andere Idee wäre es, Gespräche aus dem echten Leben aufzunehmen und schriftlich festzuhalten. Gut möglich, dass ich dadurch ein Bild davon bekomme, wie gesprochenes Wort, geschrieben aussehen kann. Mal sehen wer sich dazu bereit erklärt.

Final warte ich noch auf die ersten Reaktionen zu meinen Skript, dass mein Bruder derzeit zum Lesen hat. Natürlich ist das noch sehr grob und unausgereift, da einige Kapitel sich widersprechen, aber es geht im Großen und Ganzen um den Stil und die Richtung in die es geht. Im Laufe dieser Woche sollte ich mein Feedback erhalten. Bleiben wir also geduldig :D!

Letzte Woche aus der Sicht von mir (KW 8)

Es ist mal wieder soweit. Spotify bedient die Bedürfnisse meiner Ohren, der Lüfter meines Notebooks erfüllt den Raum mit einem lieblichen Surren und ich resümiere die vergangene Woche. In den letzten Rückblicken habe ich mich sehr auf Film und Fernsehen beschränkt. Dies möchte ich zukünftig ändern, indem ich auch meine Gedanken, Ansichten und/ oder Erfahrungen teile, denn im ursprünglichen Sinne ist ein Blog nichts anderes als ein virtuelles Tagebuch für all jene, die eine exhibitionistische Veranlagung haben. Meine Hoffnung ist es, mich dadurch mehr mit mir selbst zu beschäftigen und mir eine Möglichkeit der Reflektion zu schaffen. Ob mir das gelingt wird sich zeigen :)!

Serienentdeckung: Luther

Geht es euch auch manchmal so, dass amerikanische (oder amerikanisierte) Krimiformate irgendwie wirken wie ein John Woo Actionfilm? Die kompliziert verschachtelten und verworrenen Fälle, werden spektakulär und lässig von viel zu glatten, coolen Ermittlern gelöst und der Zuschauer fühlt sich um seine Spannung betrogen? Interessantes Storytelling, Charaktere über die man mehr erfahren möchte und Situationen, die ohne Weiteres der Realität entsprechen könnten sind meistens Fehlanzeige. Ganz anders kommt da die britische Serie Luther herbei.

Der Titelheld John Luther, verkörpert durch den wunderbaren Idris Elba (der aktuellen Gerüchten nach im Gespräch für die Rolle von James Bond ist), ist ein gebrochener und emotional aufgewühlter Polizist, der mehr als trotz seiner Intelligenz mehr als nur einmal die Gesetze umgeht um Tätern auf die Spur zu kommen. Was zunächst klingt als wäre es der Plot einer weiteren beliebigen Krimiserie, dem kann ich sagen, er irrt. Denn dieses Serie ist gerade wegen der wunderbaren Charaktere Gold wert. Sei es der labile John Luther, der nach einem Zusammenbruch versucht seine Ehe zu retten, seine Ex-Frau, die noch Gefühle hat oder ihr neuer Partner. Und als ob diese Konstellation nicht schon genügend Zündstoff bieten würde, gerät Luther beruflich immer wieder in Schwierigkeiten mit seiner Chefin, Kollegen oder der internen Dienstaufsicht. Mehr möchte ich hier nicht spoilern, aber gerade weil alle agierenden Personen glaubwürdig und keineswegs wie Statisten mit Aufgaben für den Plot wirken, ist es spannend den Entwicklungen zu folgen. Alles hat einen realistischen Unterton und stets wird auf glattpolierte Verläufe und Wendungen verzichtet.

Daher kann und möchte ich die Serie jedem ans Herz legen, der Hollywood leid ist und nicht mehr auf die vierte Staffel Sherlock warten möchte :D!

Neuer Alienfilm!

Vor einiger Zeit kursierten Bilder im Netz, die District9-Schöpfer Neil Blomkamp über seinen Twitteraccount veröffentlicht hatte. Darauf zu sehen waren Designvorlagen und Entwürfe für seine Vision eines Films im Alien-Universum, denn wie er mitteilte, hatte er tatsächlich Interesse an dieser Arbeit. Aus verschiedenen Gründen wurde aber nichts daraus, was viele bestürzte, denn die gezeigten Artworks machten einen sehr guten Eindruck. Blomkamp, der sich mit seinem Sci-Fi-Drama District9 in die Herzen vieler Fans katapultierte schien wie der perfekte Mann, das in die Jahre gekommene Franchise aus der Versenkung zu retten.

Jetzt wurde offiziell bekanntgegeben, dass es diesen Film geben wird. Zur Handlung ist noch nichts bewusst und damit ist unklar, ob er sich vor Alien 1 aber nach Prometheus, bzw. dem geplanten Sequel einreiht oder ob er nach den Ereignissen von Alien 4 ansetzt. Viel mehr als die Concept-Arts und die Bestätigung haben wir derzeit nicht, aber ich bin mir sicher, dass der südafrikanische Regisseur die perfekte Wahl ist.

Übernächste Woche startet sein neuster Film Chappie in den deutschen Kinos und ich bin nach der Enttäuschung mit Elysium mehr als nur gespannt, wie sich die Dramödie um eine künstliche Intelligenz mit einem Bewusstsein macht. Denn der kritische und reflektierende Ansatz ist es, der District9 zu einem so guten Film gemacht hat, weswegen ich mir wünsche, dass er zu alter Stärke zurückgefunden hat. In Chappie spielt auch Xenomorph-Veteranin Sirgourney Weaver mit, die laut eigenen Aussagen großen Einfluss auf Blomkamps Entscheidung für einen Alienfilm hatte. Blicken wir also neugierig in die Zukunft.

Ein Buch mich zu knechten

Zu guter Letzt möchte ich noch ein paar Worte zu meiner Schreiberei an sich verlieren, denn das ist bisher von mir eher still umgangen worden. Ich habe nunmehr ein paar Kapitel für Dunkle Pfade (Zum Glück nur ein Arbeitstitel) geschrieben, bin mir aber im Unklaren, ob das alles gut ist. Ich mag meinen Stil nicht und fühle mich gefangen in routinierten, sich ständig wiederholenden Satzfragmenten. Dabei wollte ich doch etwas rundes und wunderbares zu Papier bringen, stattdessen schleudere ich absatzweise leere Phrasen umher ohne einen echten Bezug zu entwickeln. Manchmal bin ich geneigt das alles in die Tonne zu werfen und aufzugeben. Mir selbst eingestehen, dass ich einfach nicht dazu tauge etwas lesbares zu produzieren. Vielleicht sind das auch nur die ganz normalen Zweifel mit denen sich jeder im meiner Situation auseinander setzen muss. Zunächst werde ich mich zwingen am Ball zu bleiben und wer weiß, vielleicht lässt sich diese Phase überwinden.

Meine Woche und Spiderman

Nun schon zum dritten Mal in Folge mein ganz persönlicher Wochenrückblick. Ich habe tatsächlich auch nur zwei Themen, die mir spontan in den Sinn kommen, wenn ich gedanklich die letzten sieben Tage resümiere. Spiderman und Hausfrauen-SM. Geht es nach den sozialen Netzwerken ist diese Woche auch nichts anderes passiert.

50 Hypes of Hausfrauen-SM

Gestern war ja bekanntlich Valentinstag, also der Tag den Frauen erfunden haben um ihre Männer so richtig aus der Reserve zu locken. Es wird geschenkt und geliebt bis einer – oder beide – weint. Längst hat die Industrie dieses Fest zur Schlachtplatte der Floristen und Grußkartenindustrie erklärt. Und weil es an diesem Tag aus welchem Grund auch immer mehr um die romantischen Bedürfnisse der Frauen geht, kommt jährlich um den 14.2. eine Romantikkomödie nach Schema F ins Kino um möglichst viele Liebende abzugreifen.

Dieses Jahr kam mit 50 Shades of Grey die visualisierte Erotikfantasie vieler Frauen in die Lichtspielhäuser und feierte den erwarteten Erfolg. Schon die Buchvorlage sprengte dank expliziter und „spezieller“ Ausführung der Sexualpraktiken diverse Verkaufsrekorde.

Und obwohl es gerade total angesagt ist den Film ungesehen für Scheiße zu erklären, nehme ich davon Abstand. Mein Anliegen ist ein anderes, nämlich der Hype. Es ist vollkommen egal wo man sich in den letzten 3 Wochen im Netz aufgehalten hat, überall war Thema, ob der Film die Ansichten der Feministinnen mit Füßen tritt, ob die Fesselspielchen denn nun wirklich mit dem SM aus der echten Welt zu vergleichen wären und welche frustrierte Hausfrau solche Schmonzetten nötig hätte.

Und genau da sehe ich das eigentliche Problem, denn egal ob positiv oder negativ. Mr. Greys Sexphantasien machen derartig Wind im Netz, dass viele den Film schauen werden nur um zu sehen, dass er wirklich Mist ist. Und das nervt mich. Können die Hater nicht einfach die Fresse halten zu Schauwerk, dass sie sich eh nie ansehen werden? Damit ist allen geholfen und in diesem Fall bin ich mir sicher, hätte es dazu geführt, dass all jene, die Bock auf den Film hatten ihn im Kino sehen und der Rest nicht. Fertig.

Dank dem monströsen Hype wird das Ding jetzt durch die Decke gehen wie ehemals Twighlight und das vor allem wegen all der Hater.

Well done, sir. Well done.

Welcome (fast) back, Spidey

Wenn es diese Woche im Netz mal nicht um die richtige Fesseltechnik ging, dann um den rot-blauen Spinner aus dem Hause Marvel, denn Sony und das Haus der Wunder sind sich nach langen Verhandlungen endlich einig geworden. Spider-Man wird offiziell Teil des MCU und trifft auf Comic-Kollegen wie Iron Man, den Hulk und Captain America. So weit, so vertretbar.

Doch meine Luftsprünge fallen aus verschiedenen Gründen noch sehr mickrig aus. Denn der Deal überträgt die Figur nicht einfach zurück an Marvel, wie es vor einiger Zeit bei Daredevil der Fall war, sondern Sony stellt Marvel eine Lizenz aus um Auftritte möglich zu machen. Die finale kreative Instanz bleibt damit Sony, auch wenn mit Kevin Feige ein Produzent bisheriger Erfolge wie Iron Man oder den Guardians of the Galaxy mit an Bord ist. Problematisch ist das vor allem, weil Sony sich ja mit dem Reboot der Amazing Spiderman Reihe ziemlich verzettelt hat.

Erfreulich ist jedoch die Nachricht, dass der erste Auftritt des Spinnenmans in der heiß erwarteten Civil War Umsetzung stattfinden wird. Ob in der entscheidenden Rolle wie in den Comics, als Nebenfigur oder mit Nerdbuzz in der Endcredit-Scene ist bislang nicht bekannt. Spider-Man’s Part sollte der Black Panther einnehmen, der in 2016 ebenfalls einen Solo-Ausflug erhalten soll. Ich bin gespannt wie ein Schnitzel, was sich daran ändern wird. Aber da erwarten uns in den nächsten Wochen sicher noch weitere Informationen.

Die Origin-Story, also wie Spiderman seine Kräfte erlangt hat, wurde uns ja nun schon mehrfach erzählt. Nach der Nachricht hatte ich gehofft wir kämen um einen weiteren Spinnenbiss, den Tod des liebenswerten Onkel Bens (*hihi*) und den Pathos zum Thema Verantwortung und große Kraft herum. Schließlich wäre es an der Zeit gewesen uns einen gealterten und gereiften Peter Parker zu präsentieren. Beispielsweise in seiner Zeit als Lehrer. Oder wir verzichten ganz auf diesen Charakter und widmen uns seinem Comic-Nachfolger Miles Morales, einem afroamerikanischen Teenager. Doch S0ny hat schon bekannt gegeben, dass es einen neuen Reboot im MCU geben wird.

Interessant ist dabei, dass auch der Darsteller ersetzt wird. Andrew Garfield, der aus meiner Sicht der bessere Spiderman und der schlechtere Peter Parker war, schlüpft nicht mehr in den rot-blauen Anzug. Viele der Fans wünschen sich Tobey Maguire zurück, der in der Trilogie von Sam Raimi in die Rolle des Titelhelden schlüpfte. Für mich völlig unverständlich, weil er in meinen Augen absolut nicht zu der Figur passt, die ich in den Comics so lieben gelernt habe. Einen neuen Namen hat uns noch niemand präsentiert, aber das wird sicher nicht mehr lange dauern.

Insgesamt beobachte ich die Entwicklung mit erhöhtem Interesse… Hoffen wir einfach, dass Sony aus den Fehlern der Vergangenheit lernt und auf Marvels Formel vertraut. Dann wird das schon. Hoffentlich!