Warum ich Comicverfilmungen nicht leid bin (2016)

Natürlich ist es mit den Filmen des laufenden Jahres nicht getan. Etwas weiter in der Zukunft erwartet uns einiges, denn verglichen mit 2015 gibt es mehr als doppelt so viele Neustarts mit Comichintergrund. Werfen wir nun also einen Blick auf das, was uns da erwartet.

Deadpool

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an diese Missgestalt, verkörpert von Ryan Reynolds, am Ende von Wolverine. Das was uns da als Deadpool verkauft wurde, war aber nicht mehr als eine schlechte Parodie. Der echte Merc with a Mouth wurde zwar ebenfalls im Waffe X – Programm geschaffen und gehört damit offiziell zum Mutantenuniversum, hat mit diesen aber nichts zu schaffen. Er ist eine Art Antiheld, denn mal steht er auf der richtigen Seite und mal versucht er alle X-Men zu killen. Als vor einiger Zeit im Netz ein Test-footage geleakt ist, schlugen Fanherzen höher, denn das war genau wie sie ihren Lieblingshelden sehen wollen. Ryan Reynolds ist es zu verdanken, dass wir endlich den Film bekommen, auf den wir so lange gewartet haben. Er ist selbst ein riesen Fan und war mit der ersten Darstellung mehr als nur unzufrieden. Gerüchten zufolge hat er die verantwortlichen Studios derart lange belagert, bis sie in die Produktion eingewilligt haben.
Warum wir ihn lieben? Deadpool ist witzig wie Spiderman, blutig wie der Punisher und irre wie der Joker. Zudem hat er eine gespaltene Persönlichkeit und führt gerne mal Dialoge mit sich selbst. Das alles ist so abgedreht und so schräg, das es nur gut werden kann. Ich lege große Hoffnungen in diesen Film, denn er hätte das Potential selbst mit einer FSK12 zu einem Knaller zu werden. Wer mit Kick-Ass oder Scott Pilgrim umgehen konnte, der wird hier sicher seinen Spaß haben. Genaueres werden wir aber erst wissen, wenn die ersten Bewegtbilder über die

Batman v Superman: Dawn of Justice

Das könnte DCs erster großer Wurf werden. Mit dem Aufeinandertreffen ihrer Heldenflagschiffe läuten Batman und Superman vorsichtig für die Justice League, also das Superheldenteam, ein. Wirklich viel ist über die Story noch nicht bekannt, aber Ben Affleck spielt einen gealterten Batman, Henry Cavill schlüpft erneut als Man of Steel in den Neoprenanzug. Darüber hinaus sollen Lex Luther, Wonderwoman, Aquaman und weitere einen Auftritt bekommen. Für Warner bzw. DC beginnt damit offiziell ein vernetztes Universe. Ich bin sehr gespannt, denn die Erwartungen sind enorm. Wo Marvel im Zweifel über Humor punkten kann, schlagen Dcs Helden eher ernstere Töne an. Insgesamt wird der Film sicher deutlich düsterer als das bunte Feuerwerk der Konkurrenz.

Captain America 3 – Civil War

Cap’s dritter Solotripp könnte weitreichende Folgen für das gesamte Cinematic Universe von Marvel haben. Die Comicvorlage behandelt nämlich ein folgenschweres Großereignis. Die Regierung zwingt kostümierte Superhelden mit dem Registrierungsgesetz zu einer offiziellen Meldung sowie einer Ausbildung. Während Tony Stark den Vorstoß befürwortet, sieht Captain America darin einen Eingriff in die Freiheit der Helden. Es bilden sich zwei Lager, jedes angeführt von den ehemaligen Freunden. Das heikle ist nämlich, dass alle nicht registrierten Helden mit Verbrechern gleichgestellt werden. Wer sich also nicht meldet und in den Dienst der Regierung bzw. S.H.I.E.L.D. tritt wird zum Schurken und wird bekämpft. Freunde werden zu Feinden. Dieser Film könnte das gesamte MCU auf den Kopf stellen. In den Comics spielt Spiderman eine eine entscheidende Rolle. Vielleicht bekommen wir den Spinner endlich in einem Marvelfilm zu Gesicht. Sicher wäre das nicht nur mein Wunsch.

X-Men: Apocalypse

Nachdem die Karten mit „Days of Future Past“ neu gemischt wurden und die Ereignisse aus dem schrecklichen X-Men 3 ungeschehen gemacht wurden, treffen die Mutanten um Professor X hier auf ihren schlimmsten Gegner. Der namensgebende Apocalypse ist ein 5000 Jahre alter Mutant mit unvergleichlicher Macht. Sicher wird hier einiges an Power nötig sein um den Weltherrschaftsplan zu vereiteln. Genauere Angaben zur Story sind derzeit nicht noch nicht bekannt.

Suicide Squad

Ein wie ich finde unglaublich mutiger Schritt von DC. Denn das Suicide Squad besteht nicht nur ausschließlich aus Schurken und Bösewichten aus dem Comicuniversum, sondern auch aus Personen, die bislang nicht auf der großen Leinwand erschienen sind. Somit treffen wir hier auf vollkommen unbekannte Charaktere, die sich zusammen schließen um für Straferlass im Dienst der Regierung inoffizielle Drecksarbeit zu erledigen. Mitglieder sind die Jokerfreundin Harley Quinn, Rick Flag, Boomerang, Deadshot und die Magierin Enchantress. Interessant ist dieser Film sicher allein schon deswegen, weil entgegen der üblichen Teams dieses keinen Grund sieht den anderen zu trauen oder mit ihnen zusammen zu arbeiten. Die Besetzungsliste kann sich sehen lassen und daher sind wir einfach mal gespannt was da so kommt.

Gambit

Ähnlich energisch wie Ryan Reynolds sich um seine Besetzung als Deadpool gerissen hat, bemühte sich Channing Tatum um die Rolle des Gambit. Der kartenwerfende Mutant aus den Reihen der X-Men ist neben Wolverine der erste, der einen eigenen Film bekommt. Zur Handlung ist noch absolut nichts bekannt.

Doctor Strange

Der letzte Film des Jahres aus dem Hause Marvel. Was schlug mein kleines Fanherz höher, als ich den Namen „Stephen Strange“ in der Dachszene in Captain America 2 hörte. Ein Name, auf den sicher schon viele lange gewartet haben.

Für alle, die damit so gar nichts anfangen können möchte ich eine kurze Zusammenfassung bieten. Dr. Stephen Strange ist ein Neurochirurg, der sich bei einem Unfall beiden Hände derart schwer verletzt, dass er seinen Beruf nicht weiter ausüben kann. Auf der Suche nach Heilung trifft er auf einen alten Mystiker, der ihn in die hohen Künste der Magie einweist und ihn so zum Höchsten Zauberer der Menschheit ausbildet. Dr. Stranges Aufgabe ist es die Welt vor allen Gefahren mystischer Kräfte zu schützen.

Lange wurde gerätselt, wer denn nun die Rolle des Zauberers übernehmen soll. Joaquin Phoenix, Jaret Leto und einige mehr waren im Gespräch und die Gerüchteküche präsentierte fast wöchentlich einen neuen Namen. Letztlich fiel die Wahl auf Sherlock-Darsteller Benedict Cumberbatch. Sicherlich ist seine Besetzung nicht unumstritten, denn eine Rolle als Kernfigur im Marvelkosmos ist selten auf nur einen Film beschränkt. Auch seine Optik wurde kritisiert, da er kaum Ähnlichkeiten zur Vorlage habe. Allerdings hatte Robert Downey Jr. die auch nicht und sein Tony Stark ist legendär.

Interessant wird es allemal, denn bisher spielte Magie im MCU keine Rolle. Alle Gefahren waren aus dem All oder durch wissenschaftliche Experimente entstanden. Ebenso die Helden, die wir bisher kennen. Doch mit Magie kommt eine irdische Komponente hinzu, die vieles verändern könnte. Demnach bin ich guter Dinge, dass Marvel uns mit diesem Film „verzaubert“.

Sinister Six

Nachdem sich DC bereits mit einem Team aus Schurken ins Kino gewagt hat, tritt Sony mit den Sinister Six einen ähnlichen Schritt an. Die namensgebenden Sechs entstammen den Spidermancomics und bestehen neben dem bekannten Dr. Octavius aus diversen Schurken wie etwa der Jäger Kraven, der Geier (Volture), Elektro, der grüne Kobold, der Sandman und vielen mehr. Der Regisseur Marc Webb gab bereits bekannt, dass Kraven sowie Mysterio Teil des Teams sind. Letzterer besitzt die Fähigkeit die Gedanken seiner Opfer zu manipulieren und ihnen eine falsche Realität vorzugaukeln.

Einen ersten Eindruck der Gerätschaften dieser Sechs konnten wir uns in der End-Credit-Szene von Spider-Man II machen. Denn im Labor in dem auch Harry Osborne zum grünen Kobold wird, stehen Voltures Flügel sowie Dr. Ocs Arme. Über die Motivation und Beweggründe ist noch nichts bekannt. In den Comics finden sich die Schurken zusammen um den Spinnenmann zu töten, da dieser ihnen schon zig Mal in die Quere kam.

Grundsätzlich sind gerade Informationen zu Sonys Plänen zu Spiderman mit Vorsicht zu genießen. Seit dem Leak kursieren immer wieder Gerüchte, Sony habe sich mit Amazing Spiderman verrannt. Demnach ist es gut möglich, dass angekündigte Projekte wieder von der Bildfläche verschwinden ohne je das Licht der Welt erblickt zu haben.

Gerade im Fall der Sinister Six habe ich große Bedenken, denn bislang wurde keiner der Bösewichte wirklich eingeführt. Zudem ist es eh fraglich, wie das Publikum auf einen Film reagiert, dessen Protagonisten allesamt dem beliebten Spiderman an den Neoprenanzug wollen. Ich möchte hier nichts vorverurteilen, aber ich bin skeptisch.

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