Warum ich Comicverfilmungen noch nicht leid bin Part 1 (2015)

Nachdem ich mich gestern sehr ausführlich dem bisherigen Verlauf der Comicverfilmungen gewidmet habe, möchte ich heute den Blick in die Zukunft wagen und ausführen, weshalb ich das Genre noch nicht satt habe. Denn Ende letzten Jahres gab Marvels Chef Kevin Feige seinen Masterplan bis 2019 bekannt. Ganze 11 Filme bekannter und weniger bekannter Helden beschert uns das Haus der Ideen. 20 Century Fox kommt mit den Rechten an den X-Men sowie den Fantastic Four auf stolze 6 Filme, die vereinzelt noch keinen Titel haben. Sonys Spiderman kommt samt Spin-Offs auf geplante 4 Filme. DC hat offenbar den Erfolg des Marvel Cinematic Universe erkannt und möchte jetzt ebenfalls mehr seiner Helden auf die große Leinwand hieven. Denn kurz nach der Veröffentlichung durch Kevin Feige gab Warner seine geplanten Filme bis 2020 heraus. 10 Adaptionen sollen es werden, aber ich bin mir sicher, dass sich bis es soweit ist noch weitere Ankündigungen ergeben.

Letztlich muss man auch die Entwicklungen und die Erfolge der Wagnisse betrachten, denn sowohl Sonys Amazing Spider-Man-Reihe irrt etwas planlos umher, ebenso skeptisch blicken alle auf das kommende Reboot der Fantastic Four. Wenn diese Filme sich als Flops herausstellen, ist es gut möglich, dass sich Folgen für angekündigte Sequels ergeben.

Aber dafür haben wir ja noch ein paar Jahre Zeit. Blicken wir doch einfach mal auf die anstehenden Filme in chronologischer Reihenfolge:

2015

 

“The Avengers 2: Age of Ultron”

Die herbeigesehnte Fortsetzung des Kassenschlagers von 2012. Iron Man, Thor, Hulk und Co. geben sich wieder die Ehre. Diesmal bedroht die künstliche Intelligenz „Ultron“ die gesamte Menschheit. In den Comics wurde Ultron von Hank Pym, dem ersten Ant-Man erschaffen um den Menschen zu helfen. Ultron lernte aber, dass nur eine Auslöschung der gesamten Spezies für Frieden und Wohlbefinden sorgen kann. Losgelöst von seinem Schöpfer stellt er eine der größten Gefahren der Avengers dar. Für den Film ist Ultron eine Entwicklung von Tony Stark. Als Neuzugänge begrüßen wir Quicksilver und seine Schwester, die Scarlett Witch. Beide eigentlich Mutanten und Kinder von Magneto. Wegen fehlender Rechte werden Sie hier aber keine Mutanten sein, sondern etwas anderes. Bisher ohne Bildmaterial ist der Android Vision, der erst von Ultron erschaffen wird und später den Avengers beitritt. Ebenso fraglich ist der Hulkbuster, eine Rüstung Iron Mans, speziell für den Kampf gegen den grünen Wutklumpen. Sein Einsatz wurde schon im Trailer gezeigt, allerdings stellt sich die Frage, wie es dazu kommt, dass der Hulk und der Eiserne gegeneinander antreten müssen.

Ansonsten ist noch nicht so viel zur Story bekannt, aber es steht völlig ausser Frage, dass es ordentlich krachen wird. Urteilen wir nach dem Trailer ist die Stimmung insgesamt weit düsterer, als im Vorgänger. Die allgemeinen Erwartungen in diesen Film sind enorm, aber ich habe keinen Zweifel daran, dass Avengers 2 oder Star Wars VII den Kampf um den erfolgreichsten Film des Jahres unter sich entscheiden.

 

“Fantastic Four”

Josh Trank, der Kopf hinter dem ausgesprochen interessanten „Chronicle“ hat die undankbare Aufgabe, das Reboot der Heldenfamilie zu inszenieren. Er geht entfernt sich dabei mutig von der Vorlage und verjüngt die Akteure deutlich. Jonny Storm hat dunkle Hautfarbe. Susann hingegen bleibt weiß. Erklärt wird das durch die Tatsache, dass sie nur Adoptivgeschwister sind. Ich persönlich bin etwas hin und hergerissen, denn einerseits traue ich dem Regisseur sehr viel zu und denke, die Distanzierung vom Comicursprung grenzt das Reboot auch deutlich von den Vorgängern ab. Ob das Team als solches trotzdem funktionieren wird kann ich nicht beurteilen. Auf der anderen Seite wünsche ich mir eine Rückkehr der FF ins Marvel Universe. Und das ist nur denkbar, wenn der Film ordentlich floppt. Anschauen werde ich ihn mir so oder so, also warten wir einfach mal ab.

“Ant-Man”

Kleiner Mann ganz groß. In diesen Film stecke ich wohl meine größten Erwartungen. Der Titelgeber ist eigentlich ein Gründungsmitglied der Avengers und eine interessante Persönlichkeit. Der erste Ant-Man, Hank Pym, ist ein brillianter Wissenschaftler und entdeckt die nach ihm benannten Pym-Partikel. Diese nutzt er um sich zu verkleinern bzw. sich zu vergrößern (was ihn zu Giant-Man macht). Zusätzlich besitzt er einen Helm, der es ihm erlaubt mit Ameisen zu kommunizieren. Verheiratet ist er mit Janet van Dyke, alias Wasp. Allerdings ist Pym ein jähzorniger und reizbarer Charakter, der unter anderem handgreiflich gegenüber seiner Frau wird. Gerade dieser Kontrast fehlt dem bisher so schwarz-weiß konstruierten Marvel Cinematic Universe. Im Film sehen wir aber nicht nur den gealterten Hank Pym, sondern auch  seinen Nachfolger, den Dieb Scott Lang. Insgesamt hoffe ich sehr auf alle Fassetten der Figur

Das waren alle Filme für das Jahr 2015. In den nächsten Tagen möchte ich mich den folgenden Jahren widmen. Denn 2016 startet mit einem der in Fankreisen am meisten erwarteten Leckerbissen. Deadpool, der Merc with a Mouth, gibt sich die Ehre. Aber dazu morgen mehr.

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