Aus mehr oder weniger aktuellem Anlass widme ich mich heute dem Thema Kommunikation.
Genauer dem Thema Mitarbeiter- bzw. Unternehmenskommunikation als Mittel der Führung und Motivation. Kein Verständnis, keine Kommunikation?!
Letztere geht nämlich gerne mal baden, wenn die Unternehmensstrukturen eine saubere Übermittlung von Informationen verhindern.
Aber worauf möchte ich eigentlich hinaus? Eine Diskussionsgrundlage mit positiven Ansätzen wäre doch gut. Moderne Unternehmenskommunikation bietet hier eine tolle Übersicht.
Denn leider passiert das häufig, dass Unternehmen wirtschaftlich scheitern, Mitarbeiter lustlos sind und Arbeitsabläufe irgendwie nicht so wollen wie sie sollen.
Beispielsweise ist es aus meiner Sicht nicht ratsam Informationen über zu viele Unterstellen weiterzuleiten.
Also Geschäftsführung an Bereichsleiter, Bereichsleiter an Abteilungsleiter, Abteilungsleiter an Gruppenleiter und der dann an den Mitarbeiter. Dank dem “stille Post”-Prinzip verbleiben vielleicht 10% der eigentlichen Aussage und 90% sind die emotionalen Meinungen der bisher Angesprochenen.
Letztlich sollte natürlich ein einheitlicher Weg vorgegeben sein, aber Informationen, die alle betreffen, sollten auch ohne Umschweife direkt kommuniziert werden. Konkret heißt das: Betriebsversammlung, Gruppenmail oder auch ein Aushang am schwarzen Brett – digital gesprochen tut es da natürlich auch ein Eintrag auf der Startseite des Intranets.
Guck mal wer da spricht – Ein Blick auf Mitarbeiterkommunikation
Ich habe eingangs die Motivation der Mitarbeiter erwähnt. Wie hängt die denn mit der Kommunikation zusammen? Naja, jeder kennt das Gefühl unzureichend informiert zu sein. Unternehmenspolitische Entscheidungen aus der Zeitung zu erfahren oder von Kunden auf Stellenkürzungen angesprochen zu werden ist unbefriedigend.
Solche oder ähnliche Situationen lassen sich ja relativ leicht vermeiden. Natürlich nur, wenn der Entscheider dies auch will. Insgesamt bin ich der Meinung, dass der Kommunikation mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.
Eine weitere Sache, die ich für interessant bis wichtig halte ist das Feedback der Belegschaft.
Wer kennt den die einzelnen Prozesse in der Praxis besser, als die Mitarbeiter “an der Front”?
Warum also nicht auf diese Mitarbeiter und deren Sorgen hören?
Es bedarf einer gewissen Offenheit, sich dem ungeschönten Feedback zu stellen, aber die Möglichkeiten sind mehr als lohnend. Denn nur wer weiß, wo es brennt kann was daran ändern. Eine Möglichkeit das zu gewährleisten ist beispielsweise ein internes und anonymes Forum. Hier können Ideen diskutiert und Änderungen dokumentiert werden.
Eine andere Möglichkeit ist eine Mitarbeiterbefragung. In Abhängigkeit der aufgezeigten Themenfelder kann das Feedback positiv aber auch unfreundlich kritisch bis beleidigend ausfallen. Alles bietet Ansätze zum Nachdenken.
Denn wenn daraus Maßnahmen zur Änderung entstehen, fühlt sich der Mitarbeiter ernst genommen. In Zeiten von Leistungsdruck und Burn-Out ein nicht zu unterschätzender Faktor. Außerdem ist er dann motiviert Reformierungsprozesse aktiv und kreativ mit zu gestalten und Ideen zu entwickeln.
Welcher Chef wünscht sich das nicht?
Ich persönlich bin der Meinung, dass die “Kopf-in-den-Sand”-Technik vieler Entscheider nicht mehr lange aufgeht. Mitarbeiter sind mehr als reine Arbeitsressourcen und sollten auch so gesehen werden.
Wie seht ihr das? Habt ihr interessante Ideen zur Verbesserung der internen Kommunikation? Setzt euer Betrieb bereits welche ein? Welche Plattformen eignen sich dafür?
Ich bin gespannt auf eure Meinungen.
Tylor_D
