Nerdkram und Kultur – meine Woche in Worten

Die Woche neigt sich dem Ende, während die Sonne heftigen Schauern Platz gemacht hat. Zeit sich mit einem warmen Tee an die Rekapitulation der letzten Tage zu machen. Ich habe ein Buch gelesen, eine Serie beendet, Avengers gesehen und die ersten Gehversuche in Bloodborne gewagt. Aber wie so oft, alles der Reihe nach. An einem kuscheligen Sonntag sollte man grundsätzlich nichts überstürzen oder sich mit unnötiger Eile plagen. Beginnen wir also ganz gemächlich, Zeit haben wir schließlich genug.

Der kleine Prinz

Wie in so vielen Bereichen, habe ich auch bei Büchern diversen Nachholbedarf. Es gibt aber auch einfach zu viel, das man Lesen, Sehen Hören oder Erleben sollte. Dafür ist das Leben einfach zu kurz. Eines der Werke, die auf der ewig währenden Liste der muss man gelesen haben Bücher verweilt ist Der kleine Prinz. Das französische Kinderbuch, dass binnen kürzester Zeit Kultstatus erlangte, weil die philosophischen Ansichten darin weit über das Kindesalter hinaus Anklang finden. Einige Zeit wehrte ich mich dagegen, fand es albern und unnötig dieses Buch zu lesen, muss aber zugeben, dass ich jetzt, da ich es gelesen habe, froh bin mich geirrt zu haben. Denn es ist toll. Ich denke für jeden ist etwas dabei und jeder kann aus dem einen oder anderen Satz etwas für das eigene Leben ziehen. Zur Handlung gibt es nicht viel zu sagen, es geht mehr um die Ansichten, die beschrieben werden. Etwas, dass man erlebt haben sollte. Mein Satz, ist einer, der das Leben besser beschreibt als irgend ein anderer, einfach nur, weil er wahr ist:

Man muss die Raupen ertragen um die Schmetterlinge zu sehen

Bloodborne

Harter Schnitt! Von dem einen, dass schön ist, zum anderen, das brutal, grausam und frustrierend ist. Das Spiel, auf das ich so lange gewartet habe ist bei mir eingekehrt. Und es ist wundervoll. Grafisch waren die Spiele von From Software noch nie ein Leckerbissen, aber das wollten sie auch nie sein. Vielmehr schaffen sie eine stimmige Welt, eine Atmosphäre, die dichter kaum sein könnte und rätselhafte und gleichzeitig faszinierende Geschichte. So auch in Bloodborne. Ein Spiel, dass es zu meistern gilt. Man macht Erfahrungen, scheitert, lernt dazu, wir besser, scheitert erneut. Nirgendwo sonst ist die Motivationskurve so groß, der Anreiz das scheinbar unüberwindbare zu überwinden, nur um des eigenen Egos wegen. Bloodborne ist das, was Dark Souls II nicht war. Eine echte Neuerung, eine intelligente Weiterentwicklung eines bewährten Konzepts. Die Welt ist blutig, die Kreaturen seltsam, die Schwierigkeit immens. Der Tod lauert überall und diese Gefahr ist spürbar, fast schon real. Die viktorianische Stadt in ihren Schwarz-grau-Tönen zieht jeden sofort in seinen Bann. Man will sie erkunden, ihr ihre Geheimnisse entlocken ohne dabei ein Teil davon zu werden. Naja, dann bin ich noch auf den ersten Boss gestoßen und der hat mir direkt den Arsch aufgerissen. Sicher werde ich das nochmal gesondert behandeln, wenn meine Erfahrungen mehr hergeben als 3 Spielstunden.

Avengers – Age of Ultron

Lange habe ich den Tag herbeigesehnt, bis das Superheldenteam um Captain America und Co. in den Kampf gegen den namensgebenden Superroboter zieht. Der Trailer versprach viel, der Film bot alles und dennoch bleibt eine gewisse Ernüchterung zurück. Die Action war bombastisch und gerade die Startsequenz war toll inszeniert. Allerdings gab es einige Aspekte, die mir zu schnell abgehandelt wurden. Für vieles hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, mehr Erläuterungen und mehr Verbundenheit zum gesamten Gefüge. Zeitweise hatte ich das Gefühl, dass Leser beim Anschauen der Harry Potter- Filme gehabt haben müssen. „Ohne Hintergrundwissen, steigt doch keiner mehr durch.“ Vieles wirkte auf mich wie reiner Fanservice.Der Hulkbuster, die offensichtliche Einführung von Wakkanda als Teil des MCU. Easter Eggs sind eine tolle Sache, aber nur, wenn ich danach suchen muss. Vorgelegt machen sie mir keine Freude und erzeugen mehr das Gefühl, als wollte Marvel da zuviel. Insgesamt war mir einiges zu dünn. Von der wirklich enttäuschenden Mid-Credit-Scene mal ganz zu schweigen. Mir fehlte für die Story der große Bämm, die Überraschung. Vielleicht war ich auch einfach nur meiner eigenen Erwartungshaltung erlegen… Ich hoffte auf  nicht weniger, als ein kleiner Hinweis zu Spiderman oder die lange verleugnete Ankündigung für Planet Hulk. Nach dem letzten Interview mit Marc Ruffalo wäre das ein wirklicher Knaller gewesen, mit dem keiner gerechnet hätte. Doch leider blieb sie aus. Alles in allem ist Avengers AoU ein toller Film, der über seine Spielzeit ohne Längen zu unterhalten weiß, aber irgendwie einen fahlen Beigeschmack mit sich bringt.

Wie so oft, nehme ich mir mehr Themen vor, als ich letztlich abhandeln kann. Vertagen wir die auf ein anderes Mal. In diesem Sinne, schönen Sonntag.

Da isser ja, der Wochenrückblick

Na was ist das schon wieder spät geworden. Kaum hat die Woche begonnen, da ist sie auch schon wieder vorbei und wie so oft, lasse ich meine Gedanken schweifen, blicke zurück auf vergangenes und alles was mich die letzten sieben Tage so bewegt hat. Da gab es nämlich einiges zu erleben. Neben einer kurzen Abhandlung zu Trailern, gab es Einblicke in meine Gedankenwelt, ein ereignisreiches Wochenende und vieles mehr. Dem geneigten Leser wünsche ich viel Spaß.

Was heute so los war?

Ich sitze erst jetzt vor meinem Notebook und tippe diese Zeilen, weil wir zusammen mit einigen Freunden im Heidepark waren. Freizeitpark macht auch ohne Kinder und mit Anfang 30 einen riesen Spaß. Schafft den Körper aber auch deutlich mehr, als noch mit zwanzig. Nicht mehr lange und ich muss mir nach so einem Tag erst Mal Urlaub nehmen. Hinzu kommt, dass ich Freitag Abend ein wenig kränklich war und mit Fieber frühzeitig in eine schlaflose Nacht gewandert bin. Samstag waren wir dann den ganzen Tag unterwegs und abends sogar noch mitttels 3-stündiger Bahnfahrt auf einer Einweihungsfeier (jedoch in der alten Wohnung) in Harburg. Auch sehr nett, weshalb es später wurde als geplant. Aber wir wollen ja nicht in Selbstmitleid zergehen. Jedenfalls war der Tag absolut perfekt, unsere bunt zusammen gewürfelte Truppe hat viel Freude bereitet, das Wetter war angenehm warm, aber nicht so heiß, dass der Park vollkommen überlaufen wäre mit schreienden Kindern. Falls das noch nicht reicht, waren die Eintrittskarten auch noch umsonst. Hammer, oder? Der Park war überraschend leer und wir mussten kaum anstehen. Manche Attraktionen konnten wir sogar mehrfach hintereinander fahren ohne erneut zu warten. Wie oft kommt das denn bitte vor? Also folgte ein bunter, lauter, sonniger, lustiger und irgendwie auch stimmiger Tag, den ich gerade, vollkommen erschöpft, ausklingen lasse. Denn neben all dem guten, bin ich auch erschöpft und platt, aber glücklich.

Ein Gedanke zum Werden

Wo wir gerade dabei sind. In den gefühlt letzten 200 Beiträgen habe ich mich über meine Perspektivenarmut aufgeregt und immer wieder betont, dass ich keine Ahnung habe, wo ich hin will. Dazu kann ich zweierlei ergänzen. Denn zum einen lese ich nach ‚Gone Girl‘ ein Buch, dass mir genau dabei helfen soll zu finden was ich suche, bzw. mir die richtigen Fragen aufzeigt. Noch bin ich nicht sonderlich weit gekommen, aber es macht den Anschein, als könnte ich daraus wirklich das eine oder andere lernen.

Für den anderen Teil muss ich leider etwas ausholen. Am Freitag war eine Freundin bei uns zu Hause, weil ihr Freund sie kürzlich verlassen hatte. Deswegen brauchte sie Trost, Nähe und ein wenig Zuspruch. Freunde eben. Während sie mir so erzählte, vor sich hin weinte und vermeintliche Fehler ihrerseits analysierte, wurde mir bewusst, dass ich solche Verstrickungen sehen kann. Und es interessiert mich. Ja, es macht mir sogar Spaß mich tiefer in die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den Menschen einzuarbeiten und zu verinnerlichen, wie sie an den Punkt X gekommen sind. Das war für mich dann auch der Ausschlag, der mich dazu brachte näher mit dem Thema des Coachs zu befassen. Vielleicht ist das ein Bereich, den ich auch mit Herz und Seele füllen kann, etwas das mir Spaß macht und meine Talente zum Einsatz bringt. Psychologie hat mich schon immer interessiert und ansonsten gibt es kaum Themen, die in meiner Freizeit akut wären. Deswegen ist der Gedanke an sich meiner Meinung nach weder falsch noch an den Haaren herbeigezogen. Gemeinsam mit der Liebsten habe ich dann schon Witze darüber gemacht, dass wir ja eine Praxis aufmachen könnten. Möglicherweise keine schlechte Idee.

Trailerpark

Wahrscheinlich final noch ein paar Worte zur cineastischen Woche bzw. kurzen Werbefilmchen mit viel Aufsehen. Wahrscheinlich ist niemandem entgangen, dass der zweite Teaser zum neuen Star Wars Film offiziell vorgestellt wurde. Binnen kürzester Zeit drehten sämtliche Social-Media-Dienste völlig durch und ganze Steams waren ausschließlich voll mit dem zweiminütigem Filmchen, das niemanden kalt zurück ließ. In einem älteren Beitrag habe ich mich genau dazu nochmal geäußert.

Fast zeitgleich folgte seitens Warner die Ankündigung, dass am 20.04, also morgen, der erste Teaser für den umstrittenen Batman v Superman gezeigt werden sollte. Gerade darauf war ich sehr gespannt, weil ich wissen wollte, wie sich Ben Affleck als Dark Knight macht. Ebenso war ich neugierig, wie sich das Treffen der Comicgrößen von der bunten Marvelwelt abgrenzen will. Der Trailer leakte aber wenig später und erschien zunächst in einer spanischen Wackel-Version. Natürlich ging das Teil los wie ein Lauffeuer, weshalb Warner zur Schadensbegrenzung den echten Trailer zeigte. Inhaltlich muss ich sagen, dass es mich recht kalt gelassen hat. Obwohl die Ausgangslage durchaus Spannung in den generischen Superheldenmarkt bringen könnte. Aber warten wir das Ergebnis einfach mal ab, vielleicht tut sich da ja noch was.

Fuck Yes and more

Was war da schon wieder los in diesem hippen Internet? Gestern Abend, circa halb acht, drehten alle völlig durch. Erst dachte ich, Leonardo Di Caprio hat seinen Ehrenoscar erhalten. Nachträglich. Für die letzten Jahre. Denn das ist der einzige Grund, für den das Internet zusammenbrechen würde. Dachte ich. Doch die Streams diverser sozialer Netzwerke wurden geflutet, von kryptischen Worten, Freudengesängen und der Floskel „We’re Home“. Ratlos, planlos und über alle Maßen verwirrt versuchte ich mir einen Reim darauf zu machen und wurde schnell fündig. Denn am gestrigen Tag wurde der 2. Teaser zum heiß erwarteten Star Wars veröffentlicht. Damit wurde es schnell äußerst unangenehm für mich. Meine Finger juckten, das Notebook grinste mich diabolisch von der Seite an; alle darauf bedacht mich in Versuchung zu führen.

Aber der Reihe nach. Normalerweise verschlang ich jegliches Bildmaterial zu filmen fast zeitgleich zu ihrer Veröffentlichung. Wie ein Raubtier durchforstete ich das Netz nach Leaks von Fotos, Videos oder sonstigen Informationen. Jedes noch so kleine Fitzelchen war interessant, denn es brachte mich dem ersehnten Film ein Stückchen näher. Es fühlte sich realer an und erweckte zumindest den Eindruck die Wartezeit verkürze sich. Denn wer sich für Filme interessiert leidet nicht selten an unsäglichen Wartezeiten. Manche Projekte werden weit in die Zukunft bekannt gegeben und hinterlassen neben Neugier auch einen sehr schalen Beigeschmack der Wehmut. Wieso musste man mir schon 2013 sagen, dass es einen neuen Star Wars geben wird? Wozu musste Marvel mich letztes Jahr mit ihrer Agenda 2020 quälen? Nun sitze ich über Jahre auf heißen Kohlen und zähle die Stunden, bis der eine oder andere Leckerbissen endlich im Lichtspielhaus meines Vertrauens über die Leinwand flimmert.

Und dann kommt die Ernüchterung, wenn es denn endlich so weit ist. Bestanden Trailer früher überwiegend aus Andeutungen und Bildern, die Lust auf mehr machen sollten, zeigen sie heute einfach viel zu viel. Gerade bei Komödien und Actionfilmen werden die besten Szenen bereits für den Trailer benutzt, was die Erwartung an den Film zwar steigert, letztlich aber beim zahlungswilligen Besucher für Ernüchterung sorgt. Da kann ich schon verstehen, wieso sich einige Filme häufiger runter geladen werden als andere. Manchmal erzeugt das Vorabmaterial auch einen völlig anderen Eindruck des Gesamtwerks in dem Dialoge und Szenen in verändertem Kontext zusammengeführt werden. Tja, und dann gibt es noch das schlimmste aller Übel. Den Luzifer der Filmwelt, den Spoiler.

Spannende Filme leben von Überraschungen und Wendungen. Todgeglaubte Charaktere tauchen wieder auf, geliebte Figuren entpuppen sich als die Bösen oder alles verändernde Kampfsequenzen. Taucht solch eine Szene bereits im Trailer auf, ärgert sich ein jeder. Der Spaß während der Sichtung nimmt rapide ab, wenn man den „Twist“ bereits kennt. Nicht erahnt, weil er schlecht versteckt ist, sondern kennt. Nur weil man den Trailer, also den Werbeclip, bereits gesehen hat. Das ist schrecklich und macht gute Filme kaputt. Und ich weiß wovon ich rede, denn man hat mir Fight Club und The Sixth Sense gespoilert. Zum Glück war nur letzterer danach absolut nicht mehr sehenswert.

Will man aber noch einen Schritt weitergehen, dann verrät man einfach den gesamten Plot. Die jüngsten Beispiele sind Cinderella und der kommende Terminator. Beide feiern den gesamten Verlauf des Films gepresst in 3 Minuten chronologisch ab. Da nützt auch kein Schwarzenegger, kein hübsches Kleid, keine CGI-Kaugummiwelt, kein Actionfeuerwerk und kein brachialer Sound mehr etwas. Mein Interesse kommt zum erliegen und kehrt nur minimal zurück, wenn ich durch Zufall die Blu-Ray in die Hände bekomme. Ein Beispiel für einen wirklich gelungenen Trailer liefert übrigens „Gone Girl“. Das aber nur am Rande.

Eben wegen dieser Entwicklung habe ich mir vor einiger Zeit vorgenommen, für jeden Film nur so viele Trailer zu schauen, wie nötig sind um mir das Material schmackhaft zu machen. In der Regel reichen 1-2 vollkommen aus, denn sowohl Stimmung als auch Ausrichtung lassen sich damit klar erkennen. Jedes weitere kleine Video würde mir nur mehr Bildmaterial zeigen, dass mich im Film noch überraschen soll. Und eigentlich lief das ganz gut. Bis der erste Avengers 2 Trailer kam. Einer DER Filme dieses Jahres und der, den ich am meisten erwartete (Zumindest war das bis vor einer halben Stunde so!). Hatte der erste Trailer schon richtig Lust auf mehr gemacht. Ich sag nur: „There are no strings on me“ (Gänsehaut)!!! Dann kam der zweite Clip, gefolgt von einem dritten. Zwar nur mit ein klein wenig neuem Material aber dennoch konnte ich den Schlusskampf sehen. Obwohl ich das nicht wollte. Aber widerstehen war einfach nicht drin. Zu heiß war ich auf Bilder, wollte sehen, wie der Hulk Iron Man auf die Mütze gibt und wie Ultrons Stimme aus dem Off brummt.

Für Star Wars gelobte ich Besserung. Der Teaser, der vor einiger Zeit erschien, zeigte genaugenommen nichts und doch alles. Er hatte den richtigen Stil, die richtigen Leute, ein fucking interessantes Schwert und den größten Gänsehautblender (Milenium Falcon und so ;D) ever. Angefixt war ich, aber der Dezember noch unendlich weit weg. Tja, deswegen muss ich leider gestehen… Ich hab ihn gesehen. Mehrfach. Neben Gänsehaut ab der 5. Sekunde, wurden meine Äuglein zum Schluss hin etwas feucht. Danke JJ, dass du uns vergessen lässt, was der große George Lucas einst seiner Schöpfung antat.

Meine Woche und ich!

Viel ist passiert in den letzten Tagen. Über die Ereignisse, die mir am ehesten im Kopf hängen geblieben sind, möchte ich heute schreiben. Soweit ich das beurteilen kann, ist von allem ein wenig dabei. Sogar Superhelden könnten spontan wieder zum Thema werden. Doch zunächst ein paar Worte zum aktuellen Stand meiner „Autorenfähigkeiten“. Anführungszeiten deshalb, weil ich mir extrem komisch vorkomme, das was ich mache als das Handwerk eines Autoren zu betiteln. Aber das ist vermutlich eine andere Geschichte und soll ein anderes mal erzählt werden.

Schreiberei

An und für sich läuft es eigentlich ganz gut, aber anhand der ganzen Einschränkungen merkt der geneigte Leser sicher, das das nur die halbe Wahrheit ist. Irgendwie komme ich an fast allen Baustellen nicht mehr weiter. Meine Figuren sind nicht durchdacht und wirken auf mich plump und konstruiert. Die Dialoge, die ich bisher so habe sind gestelzt und überhaupt nicht interessant. Ebenso verhält es sich mit dem Storyverlauf an sich, denn ich habe keinen roten Faden, nichts zu erzählen und irgendwie auch keine Ahnung, worauf all das hinauslaufen soll. Schlüssig bin ich mir lediglich darüber, dass ich 3 Schicksale miteinander verknüpfen möchte. Hinter jedem Handlungsstrang verbirgt sich ein menschliches Problem. Davon habe ich aktuell nur für „den König“ eine Idee, wie das aussehen könnte. Grob gesagt, ist er ein zu gutgläubiger Mensch, der wegen seiner Naivität in die Prämisse gerät, sich zwischen die Rivalität seines besten und ältesten Freund, und seinem inzwischen erwachsenen Adoptivsohn entscheiden zu müssen. Beide buhlen um die Gunst des Königs, ohne das dieser es merkt und trifft letztlich eine folgenschwere Entscheidung, die das Leben aller Verändern wird. In Aidens Fall, geht es um seine Vergangenheit und die Gegenwart, zwischen denen er steht ohne wirklich eine Wahl zu haben. Für March hingegen habe ich noch nichts gefunden, hoffe aber täglich, dass mir etwas Interessantes einfällt.

Naja, soweit ich weiß ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, nur lassen mich die aktuellen Ereignisse daran zweifeln, dass überhaupt einer in mir wohnt. Dafür ist mir im Rahmen der Schreiberei aufgefallen, dass ich zu Metal nicht mehr wirklich arbeiten kann. Zum Bahnfahren oder so ist die Mucke weiterhin der Hit, aber wenn ich mich fokussieren soll, womit ich unfassbare Schwierigkeiten habe, dann ist neuerdings klassische Cello-Musik die Wahl der Stunde. Der liebliche Klang zwischen Violine und Bass ist für mich der perfekte Kompromiss zwischen Trauer und Freude. Musik gewordene Melancholie, genau wie ich es mag. Wunderbar.

Neuerungenschaft der Woche

Ja, ich weiß, ich habe „Schaft“ gesagt. Mal wieder sind zwei Jahre vorbei und mein Mobilfunkanbieter war so frei mir einen besseren Vertrag zu vermachen. Deswegen habe ich neuerdings nicht nur ein geiles Telefon, sondern auch den Streamingdienst Netflix. Die Liebste und ich schauen in letzter Zeit eh überwiegend Serien und weniger Filme, meistens, weil es einfacher ist, immer Nachschub vorhanden ist und somit die langwierige Entscheidungsphase ausfällt. Auch ist die Ausbreitung der Charaktere in Serien deutlich besser, als in Filmen, alleine schon wegen der Zeit. Deswegen können Miniserien für vieles die bessere Lösung sein, um allem die nötigen Freiräume zu geben. Bestes Beispiel: Harry Potter. 7 Staffeln, pro Schuljahr eine mit jeweils 12 Folgen. So ist genug Raum um vollkommen in die magische Welt eintauchen zu können, Nebenfiguren zu etablieren und allem einen gewissen Einklang zu verleihen. Gerade letzteres hat mir den Spaß an den Filmen ziemlich verdorben, denn ohne die Kenntnisse aus den Büchern (freundlichst mitgeteilt von der Liebsten), verstand ich viele Zusammenhänge nicht, was Schade ist.Aber das nur als Tipp für irgendwen, der sich der Sache nochmal annehmen möchte.

Jetzt da ich also über das monströse Serienprogramm von Netflix verfüge, habe ich Diverses zum Probieren und den Anfang durfte eine Superheldenserie nehmen, über die ich zwar schon viel gelesen habe, jedoch nichts gesehen. Arrow heißt das gute Stück und erzählt die Geschichte von Oliver Queen, der als neuzeitlicher Robin Hood, die Fehler seines Vaters ausbügeln will. Ich kenne die Vorlagen nicht wirklich, sondern nur in einigen Bezügen, aber bisher hat es mich gepackt. Erwartungsgemäß sind viele Dialoge recht cheesy und auch die physikalische Logik bleibt gelegentlich auf der Strecke, dafür weiß der Rest zu überzeugen und hält den Zuschauer bei Laune. Auch wenn ich noch ganz am Anfang, ca. Mitte der ersten Staffel, freue ich mich schon auf alles was da noch so kommt. Und auch viele andere Serien gibt es zu entdecken. Alleine um mir die Wartezeit bis Avengers 2 zu vertreiben, aber das ist wohl nochmal ein anderes Thema.

Zum Schluss möchte ich noch ein kurzes Wort an den Gott der Scheibenwelt, Terry Pratchet, verlieren, dessen Tod mich irgendwie bedrückt hat. Ich danke dir für meine Zeit mit Gevatter Tod, seinen Stundengläsern und den Kätzchen, die er so mag. Danke für so viele Ideen, so viel Zauber und Fantasie. Danke für die Scheibenwelt und ihre Bewohner. Mögest du deinen Frieden finden und einen besonderen Platz erhalten, denn du hast die Welt ein klein wenig besser gemacht.

Meine Woche und Spiderman

Nun schon zum dritten Mal in Folge mein ganz persönlicher Wochenrückblick. Ich habe tatsächlich auch nur zwei Themen, die mir spontan in den Sinn kommen, wenn ich gedanklich die letzten sieben Tage resümiere. Spiderman und Hausfrauen-SM. Geht es nach den sozialen Netzwerken ist diese Woche auch nichts anderes passiert.

50 Hypes of Hausfrauen-SM

Gestern war ja bekanntlich Valentinstag, also der Tag den Frauen erfunden haben um ihre Männer so richtig aus der Reserve zu locken. Es wird geschenkt und geliebt bis einer – oder beide – weint. Längst hat die Industrie dieses Fest zur Schlachtplatte der Floristen und Grußkartenindustrie erklärt. Und weil es an diesem Tag aus welchem Grund auch immer mehr um die romantischen Bedürfnisse der Frauen geht, kommt jährlich um den 14.2. eine Romantikkomödie nach Schema F ins Kino um möglichst viele Liebende abzugreifen.

Dieses Jahr kam mit 50 Shades of Grey die visualisierte Erotikfantasie vieler Frauen in die Lichtspielhäuser und feierte den erwarteten Erfolg. Schon die Buchvorlage sprengte dank expliziter und „spezieller“ Ausführung der Sexualpraktiken diverse Verkaufsrekorde.

Und obwohl es gerade total angesagt ist den Film ungesehen für Scheiße zu erklären, nehme ich davon Abstand. Mein Anliegen ist ein anderes, nämlich der Hype. Es ist vollkommen egal wo man sich in den letzten 3 Wochen im Netz aufgehalten hat, überall war Thema, ob der Film die Ansichten der Feministinnen mit Füßen tritt, ob die Fesselspielchen denn nun wirklich mit dem SM aus der echten Welt zu vergleichen wären und welche frustrierte Hausfrau solche Schmonzetten nötig hätte.

Und genau da sehe ich das eigentliche Problem, denn egal ob positiv oder negativ. Mr. Greys Sexphantasien machen derartig Wind im Netz, dass viele den Film schauen werden nur um zu sehen, dass er wirklich Mist ist. Und das nervt mich. Können die Hater nicht einfach die Fresse halten zu Schauwerk, dass sie sich eh nie ansehen werden? Damit ist allen geholfen und in diesem Fall bin ich mir sicher, hätte es dazu geführt, dass all jene, die Bock auf den Film hatten ihn im Kino sehen und der Rest nicht. Fertig.

Dank dem monströsen Hype wird das Ding jetzt durch die Decke gehen wie ehemals Twighlight und das vor allem wegen all der Hater.

Well done, sir. Well done.

Welcome (fast) back, Spidey

Wenn es diese Woche im Netz mal nicht um die richtige Fesseltechnik ging, dann um den rot-blauen Spinner aus dem Hause Marvel, denn Sony und das Haus der Wunder sind sich nach langen Verhandlungen endlich einig geworden. Spider-Man wird offiziell Teil des MCU und trifft auf Comic-Kollegen wie Iron Man, den Hulk und Captain America. So weit, so vertretbar.

Doch meine Luftsprünge fallen aus verschiedenen Gründen noch sehr mickrig aus. Denn der Deal überträgt die Figur nicht einfach zurück an Marvel, wie es vor einiger Zeit bei Daredevil der Fall war, sondern Sony stellt Marvel eine Lizenz aus um Auftritte möglich zu machen. Die finale kreative Instanz bleibt damit Sony, auch wenn mit Kevin Feige ein Produzent bisheriger Erfolge wie Iron Man oder den Guardians of the Galaxy mit an Bord ist. Problematisch ist das vor allem, weil Sony sich ja mit dem Reboot der Amazing Spiderman Reihe ziemlich verzettelt hat.

Erfreulich ist jedoch die Nachricht, dass der erste Auftritt des Spinnenmans in der heiß erwarteten Civil War Umsetzung stattfinden wird. Ob in der entscheidenden Rolle wie in den Comics, als Nebenfigur oder mit Nerdbuzz in der Endcredit-Scene ist bislang nicht bekannt. Spider-Man’s Part sollte der Black Panther einnehmen, der in 2016 ebenfalls einen Solo-Ausflug erhalten soll. Ich bin gespannt wie ein Schnitzel, was sich daran ändern wird. Aber da erwarten uns in den nächsten Wochen sicher noch weitere Informationen.

Die Origin-Story, also wie Spiderman seine Kräfte erlangt hat, wurde uns ja nun schon mehrfach erzählt. Nach der Nachricht hatte ich gehofft wir kämen um einen weiteren Spinnenbiss, den Tod des liebenswerten Onkel Bens (*hihi*) und den Pathos zum Thema Verantwortung und große Kraft herum. Schließlich wäre es an der Zeit gewesen uns einen gealterten und gereiften Peter Parker zu präsentieren. Beispielsweise in seiner Zeit als Lehrer. Oder wir verzichten ganz auf diesen Charakter und widmen uns seinem Comic-Nachfolger Miles Morales, einem afroamerikanischen Teenager. Doch S0ny hat schon bekannt gegeben, dass es einen neuen Reboot im MCU geben wird.

Interessant ist dabei, dass auch der Darsteller ersetzt wird. Andrew Garfield, der aus meiner Sicht der bessere Spiderman und der schlechtere Peter Parker war, schlüpft nicht mehr in den rot-blauen Anzug. Viele der Fans wünschen sich Tobey Maguire zurück, der in der Trilogie von Sam Raimi in die Rolle des Titelhelden schlüpfte. Für mich völlig unverständlich, weil er in meinen Augen absolut nicht zu der Figur passt, die ich in den Comics so lieben gelernt habe. Einen neuen Namen hat uns noch niemand präsentiert, aber das wird sicher nicht mehr lange dauern.

Insgesamt beobachte ich die Entwicklung mit erhöhtem Interesse… Hoffen wir einfach, dass Sony aus den Fehlern der Vergangenheit lernt und auf Marvels Formel vertraut. Dann wird das schon. Hoffentlich!