KW 9 von und mit mir!

Neue Woche, neues Glück. Was ist diese Woche so alles passiert?Zunächst habe ich gestern schon die zweite Ausgabe meines neuen Formats „Film der Woche“ versäumt, wofür ich mich zumindest ein bisschen schäme. Allerdings führe ich hier kurz meinen Unfilm der Woche auf, den ich gestern Abend gesehen habe. Dann ist Leonard Nimoy alias Mr. Spock im Alter von 83 Jahren verstorben und ich hatte mein erstes Vorstellungsgespräch an einem Samstag. Zum Schluss noch ein paar Worte zu meiner Schreiberei (wofür ich dringend einen anderen Namen brauch :D)! Also auf gehts:

Lucy

Fangen wir seicht an. Sehr seicht, denn der Film ist eines der dümmsten Machwerke der letzten Jahre und ich hab den zweiten Twighlight gesehen. Es geht darum, dass die Protagonistin, gespielt von der wunderbaren Scarlett Johansson, nach einer durchzechten Nacht zu einem Deal mit zwielichtigen Asiaten genötigt wird. In der Konsequenz der Ereignisse pflanzen sie ihr einen Beutel mit einer neuartigen, synthetischen Droge in den Unterleib, den sie ins Ausland schmuggeln soll. Durch unschöne Gewalteinwirkung reißt der Beutel in ihrem Körper auf und ihr Organismus bekommt die volle Dröhnung ab. Großer Vorteil: Lucy kann mit dem Mittel auf mehr als die üblichen 10% ihres Gehirns zugreifen, was ihr ungeahnte Fähigkeiten verleiht. Und spätestens ab da dreht der Film derartig durch, dass man mit Kopfschütteln nicht hinter herkommt. Während der ähnlich klingende „Limitless“ mit Bradley Cooper im Verlauf der Handlung erörtert, wie man mit überdurchschnittlicher Intelligenz handeln könnte, wird aus Lucy eine Art X-Men. Einzig die Weltraumsequenzen sehen noch ganz passabel aus und lassen zumindest optisch ein wenig Licht ins Dunkel, denn nicht nur die Story ist unglaubliche Grütze. Auch die Schauspielleistung von ScaJo und Morgan Freeman, die ich beide sehr mag, ist furchtbar. Von den Actionsequenzen auf B-Movie Niveau will ich gar nicht anfangen. Den Film braucht wirklich niemand, lasst da also bloß die Finger von.

Leonard Nimoy

Schade irgendwie. Nach einer Lungenerkrankung ist der gute Mr. Spock vor 2 Tagen verstorben. Viel kann ich da eigentlich nicht zu sagen, denn ich kannte ihn lediglich als Schauspieler und auch da nur in seiner bekanntesten Rolle. Aber genau das macht es schwierig, denn damit ist eine Kindheitserinnerung gestorben und ein wenig traurig stimmt mich das schon. Ansonsten könnte ich nur wiederkäuen, was der Rest des Internets schon gesagt hat, was ich lasse.

Beruflich und so

Gestern hatte ich mein erstes Vorstellungsgespräch an einem Samstag und irgendwie ist es ein merkwürdiges Gefühl. Aber es war gut, weil ich anscheinend einen bleibenden Eindruck hinterlassen habe. Nächsten Donnerstag will man sich erneut mit mir treffen und wenn ich mich nicht komplett falsch anstelle, dann könnte ich morgen in einer Woche schon anfangen. Nach den Monaten der Arbeitslosigkeit kann ich mir wenig vorstellen, dass ich lieber täte. Die Position und die Firma um die es geht werde ich nicht näher ausführen, aber ich wage mich in neue Bereiche vor, die ich bislang eher vermieden habe. Ich denke gerade für meine Persönlichkeitsentwicklung ist dieser Schritt genau der richtige, also drückt mir die Daumen.

Meine Schreiberei

Letzte Woche habe ich mich ja über meinen schlechten Stil beklagt und einen gefühlten Downer, was meine Motivation angeht. Liegt vermutlich daran, dass ich mit meiner Geschichte an vielen Enden in Situationen bin, wo mir bisher noch keine Auflösung eingefallen ist. Daran krankt mein Schreibfluss ein wenig, weswegen ich mich auf andere Sachen stürze. Totgeweiht beispielsweise, eine Geschichte um einen Teenager, der durch einen Unfall, bei dem seine Mutter schwer verwundet wird, mit dem Tod und der Vergänglichkeit des Lebens konfrontiert wird. Hier auf der Seite habe ich bislang fünf Teile veröffentlicht und werde damit weiter machen, wenn mir für Dunkle Pfade nichts mehr einfällt. Da beide Storys sehr unterschiedlich sind, glaube ich nicht, dass ich mir selbst kreatives Potential abgrabe. Wirklich schwer tue ich mir weiterhin mit Dialogen, denn alles was meine Figuren sagen klingt roboterhaft und unglaubwürdig, vielleicht sogar albern. Vermutlich werde ich hier einfach noch etwas im Internet und bei der Konkurrenz stöbern müssen um zu lernen, wie so etwas besser geht. Eine andere Idee wäre es, Gespräche aus dem echten Leben aufzunehmen und schriftlich festzuhalten. Gut möglich, dass ich dadurch ein Bild davon bekomme, wie gesprochenes Wort, geschrieben aussehen kann. Mal sehen wer sich dazu bereit erklärt.

Final warte ich noch auf die ersten Reaktionen zu meinen Skript, dass mein Bruder derzeit zum Lesen hat. Natürlich ist das noch sehr grob und unausgereift, da einige Kapitel sich widersprechen, aber es geht im Großen und Ganzen um den Stil und die Richtung in die es geht. Im Laufe dieser Woche sollte ich mein Feedback erhalten. Bleiben wir also geduldig :D!

Movie 43 – Der Film der Woche

Dem Umstand geschuldet, dass ich heute nicht sonderlich fit bin und mich nur schwer konzentrieren kann, möchte ich eine neue Wochenendskategorie, neben dem Rückblick am Sonntag, einführen. Ich liebe Filme und werde hier zukünftig über die erwähnenswertesten davon berichten. Ich möchte es dabei sehr persönlich halten und damit spiegelt jeder Text ausschließlich meine Meinung wieder. Ernsthafte Reviews gibts schließlich überall im Netz. Nun aber genug der einleitenden Worte und hin zum Film der Woche:

Movie 43

Ein Film, dessen Episoden durch eine übergeordnete Handlung lose verbunden werden. Das gute Stück hat einen monströs guten Cast, der neben Größen wie Kate Winslet, Hugh Jackman, Halle Berry und Gerard Butler auch mit Neulingen wie Chloë Grace Moretz, Christopher Mintz-Plasse oder einem moppeligen Chris Pratt. Und das ist nur ein Auszug aus dem wirklich beachtlichen Cast. Aber nicht nur die Leute vor der Kamer können sich sehen lassen, denn es gab verschiedene Regisseure, unter anderem Guardians of the Galaxy-Macher James Gunn. Oder aber Brett Ratner (Rush Hour 1-3), Saul Goodmann-Darsteller Bob Odenbrink oder der Schöpfer des Dallas Buyers Club: Griffin Dunne. Hier trifft also eine ordentliche Portion Hollywood aufeinander um ein mehr als schräges und gleichzeitig witziges Gesamtbild abzuliefern.

Handlung

Die Rahmenhandlung dreht sich um drei Jugendliche, die auf der Suche nach dem „Movie 43“ im Netz sind, denn dieser ist angeblich das Krasseste, das je gemacht wurde. Die verschiedenen Episoden, sind die Filme, die Ihnen dabei begegnen. Jede davon hat eine eigenständige Handlung und ist in sich geschlossen. Der Humor variiert von subtil bis völlig überzogen und hat vereinzelt sogar B-Movie-Feeling, was aber nichts Schlechtes bedeuten soll.

Da ich nicht spoilern möchte, werde ich die einzelnen Beiträge nur kurz umschreiben. Insgesamt hat der Film 11 Episoden, sowie die Haupthandlung, die zwischendurch immer wieder aufgegriffen wird. Grundsätzlich ist Movie 43 unglaublich schräg, obszön und „over the Top“. Bei gängigen Kritiken ist er gnadenlos durchgefallen, was ich ehrlich gesagt auch verstehen kann, denn auf so etwas muss man sich einlassen können. Diese Art von Humor, die sich am ehesten mit dem Kind von Seth McFarlane und Seth Rogen vergleichen liese, ist bei Weitem nicht jedermanns Sache. Wer sich aber an Peniswitzen, fluchenden Kobolden, vulgären Superhelden oder einer überforderten Männerdomäne erfreuen kann, der sollte es zumindest versuchen.

Die einzelnen Episoden haben zwar Namen, aber die kann ich nicht wiedergeben.

1. Bei einem Blind-Date zwischen Kate Winslet und Hugh Jackmann stellt Kate fest, dass ihm ein Hodensack am Hals hängt. Während des Dates versucht sie immer wieder zu erfahren, was es mit dem Gehänge auf sich hat. Unfassbar amüsant.

2. Im Gespräch mit den Nachbarn erläutern Kevins Eltern, die Erziehungsmethoden, an denen sie fest halten, wenn sie ihren Sohn von zuhause unterrichten ohne ihm die „lebenswichtigen Erfahrungen“ der High School vorenthalten. Der Vater als sadistischer Sportlehrer ist dabei noch einer der harmloseren Aspekte. Bizarre Vorstadtfamilienproblematik

3. In der dritten Episode möchte Chris Pratt seine Freundin heiraten. Sie jedoch hält ihre Beziehung für gereift genug, dass er endlich auf sie „draufkacken“ soll. Da einer seiner Freunde sehr erfahren auf dem Gebiet ist, bereitet er sich ordentlich vor und es kommt zum Eklat. Lecker für alle mit Kacke-Fetisch.

4. Eine Liebesgeschichte der ungewöhnlichen Art, denn Emma Stone und Kieran Culkin sind zwar nicht mehr zusammen aber immer noch an einander interessiert. Die entscheidende Unterhaltung findet im Supermarkt mit laufendem Mikrofon statt. Herrlich absurd.

5. Das auch Superhelden Arschlöcher sein können, beweist Batman seinem Kumpel Robin beim Blind-Date, weil er sich auf vulgäre und unpassende Weise in die Gespräche einmischt. Da mir der Gedanke gefällt, dass der Dark Knight ein selbstverliebter Arsch ist, konnte ich darüber mehr als nur Lachen.

6. In einer Vorstandssitzung widmen sich die Erfinder des iBabe, einem MP3-Player in Form einer nackten Frau, dem Problem, dass viele Nutzer ihre Penise in das ventilatorgesteuerte Lüftungssystem im Intimbereich der Frau stecken. Die Folge ist Fleischsalat der besonderen Art.

7. Eine 13 Jährige bekommt bei ihrem Freund das erste Mal ihre Periode. Der reine Männerhaushalt ist mit dieser Situation mehr als überfordert und die Versuche damit umzugehen, lassen sich kaum in Worte fassen. Meiner Ansicht nach die witzigste Szene im ganzen Film.

8. Johnny Knoxville entführt für seinen Kumpel Sean William Scott einen Kobold, damit sie erfahren können, wo der sein Gold versteckt.  Nuff Said!

9. Blind Dates können nach einer Weile ziemlich nerven. Um dem Abhilfe zu schaffen spielen Halle Berry und Stephan Merchant „Wahrheit oder Pflicht“ mit ungeahnten Ausmaßen. Absurd und erschreckend, aber komisch.

10. N-Bomben und Klischeekisten… im Jahr 1959 macht sich die rein schwarze Basketballkombo Sorgen, weil sie zum ersten Mal gegen ein Team aus Weisen antreten. Der Trainer hält in der Umkleide eine Ansprache, die sich gewaschen hat.

11. Was passiert eigentlich, wenn die Katze eines Mannes diesen mehr liebt als gut für beide ist? Regisseur James Gunn zeigt genau das in der letzten Episode des Films.

Fazit:

Warum Typen wie Seth Rogen, James Franco und eigentlich sogar Adam Sandler nicht vorkamen erschließt sich mir nicht, denn es war exakt deren Humor, der hier abgefeiert wird. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass auch ernstzunehmende Namen sich aufs herrlichste selbst aufs Korn nehmen und ihr Gesicht für solchen Quatsch hergeben.

Dieser Film ist eine Sammlung von 11 Youtube-Clips, die einzig und allein der schnellen Unterhaltung dienen. Wer über Kacke, Blut und Fäkalsprache lachen kann, der sollte sich dieses gute Stück anschauen. Aber ohne Erwartungen, denn die wird er nicht erfüllen.