Meine Woche Teil 1

Ich habe schon einige Tage nichts mehr veröffentlicht, was diverse Gründe hat. Dessen möchte ich mich an dieser Stelle annehmen und versuchen wöchentlich einen kurzen Überblick über die Themen, die sich in meiner Woche so zugetragen haben zu geben. Wie ich mich kenne, wird das nicht klappen, aber es ist der Versuch der zählt. Oder der Wille, je nachdem was zutrifft. Aber fangen wir einfach mal an, mit allem was mich in den letzten sieben Tagen so beschäftigt hat.

Film und Fernsehen

In meinem Lieblingsbereich Film & Fernsehen gibt es einiges zu berichten. Montag war ich im Kino und habe mir den sehnlichst erwarteten Big Hero 6 (deutsch: Baymax – Riesiges Robuwabohu -.-) angesehen. Und bevor ich mich dem Film an sich widme, möchte ich ein paar Worte zu den Helden mit der Sprachbeschränkung bei den deutschen Verleihern richten. Was zur Hölle stimmt nicht mit euch? Reicht es nicht die bewusst gewählten Titel falsch oder fehlerhaft zu übersetzen? Müsst ihr wirklich nahezu jeden Film der nicht von und mit Til Schweiger ist mit einem Untertitel versetzen? Das ist meiner Meinung nach nicht nur unnötig, sondern wirkt unglaublich albern. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass einer von euch das liest, eine Bitte eines Filmfreundes: Bitte, bitte und nochmal groß geschrieben: BITTE lasst das sein. Die Regisseure, Produzenten und / oder Drehbuchautoren haben sich lange Gedanken über den Namen eines Werkes gemacht. Zollt ihnen also bitte auch den nötigen Respekt und gebt den Filmen nicht gänzlich neue Namen. Danke! Das wollte ich schon lange mal loswerden.

Kino: Baymax

Aber zum Film… Es handelt sich dabei um den ersten Animationsfilm aus dem Hause Disney, das auf einem Comic basiert, welches zufällig von der Tochterfirma Marvel stammt. Und bevor ich jetzt lange die Handlung umreiße, spreche ich lieber direkt eine Empfehlung aus. Denn der Film ist großartig. Er hat liebenswerte Charaktere, eine Story, die mal abgesehen vom typischen End-Kitsch gar nicht mal so platt ist, eine tolle Welt (eine Hybridwelt aus Tokio und San Francisco) und den Roboter Baymax. Durch seine tollpatschige und durchweg herzensgute Art katapultiert sich das Marshmallow-Männchen sofort in unsere Herzen. Ich habe viel gelacht, ein wenig mitgefiebert und sogar ein bisschen geweint. Also alles was ein guter Film haben sollte.

Fantastic Four

Darüber hinaus gab es endlich die ersten Bilder zum kommenden Reboot der Superheldenfamilie um Mr. Fantastic. Ganz schmucklos heißt der Streifen einfach Fantastic Four und zeigte im ersten Trailer wohin Josh Trank uns führt. Im Vorfeld wurde viel über den Cast geschimpft, weil alle Darsteller recht jung sind und noch viel wichtiger: der Schauspieler für Johnny Storm (die Fackel – in den „alten Filmen“ verkörpert durch Chris Evans, der heute Captain America ist) ist entgegen der Comicvorlage schwarz. Und das führte kurz nach der Veröffentlichung des Trailers im Netz zu heftigen Diskussionen, die teilweise sehr grenzwertig ausfielen. Ohne mich mit der Vielzahl der Kommentare zu befassen, waren die meisten zwar keine Rassisten, zeigten sich aber unverständlich darüber, dass hier scheinbar grundlos die Vorlage ignoriert wird. Zugegeben, anfangs war ich mit der Wahl eines schwarzen Darstellers auch nicht zufrieden, vor allem weil seine Schwester, Susan Storm, weiterhin weiß ist. Aber nachdem der Regisseur Josh Trank, dem wir den großartigen Cronicle verdanken, erklärt hat, dass die beiden im Film nur Adoptivgeschwister sind und der Film sich recht weit von der Vorlage entfernen wird, sah es für mich schon wieder anders aus. Inzwischen sehe ich der Sache positiv entgegen, weil die ersten Bilder ein gutes Bild vermitteln. Gerade wegen dieser Distanzierung habe ich die Hoffnung einen Film zu sehen, der sich vom üblichen Einheitsbrei etwas abhebt. Warten wir einfach ab, was das wird. Ich freue mich darauf.

How I Met your mother – Finale

Wenn wir in Deutschland über Sitcoms unserer Zeit sprechen, fällt schnell längste Gute-Nacht-Geschichte wie Ted die Mutter seiner Kinder getroffen hat. Neun Staffeln haben sich die Produzenten dafür Zeit gelassen und ließen ihre Figuren dabei so einiges erleben. Diese Woche habe ich dann endlich die kontroverse Doppelfolge zum Abschluss der Serie gesehen und muss sagen, dass sie mich noch einige Tage beschäftigt hat. Aber entgegen der Meinung im Netz finde ich den Schritt der Autoren richtig, denn es zeichnet ein realistisches Bild des Lebens. SPOILER! Das Barney und Robin sich recht schnell wieder scheiden lassen, zeigt, dass Ehen nicht immer für die Ewigkeit gemacht sind. Ebenso wie Freundschaften, mögen sie noch so innig sein, irgendwann eine Ära beenden. Die wichtigste Aussage ist meiner Ansicht nach aber die, dass Ted sich nach dem Tod der Mutter der eigentlichen Liebes seines Lebens hingibt. Mit dem blauen Horn aus Staffel 1 steht der gealterte Mann vor dem Fenster der Frau, die über all die Jahre seine Nummer eins war. Die Liebe ist ein komplexes Phänomen, dass sich nicht mit Klischees erklären lässt. Sie hat Höhen, Tiefen und Verwirrungen, doch es zählt, was am Ende dabei herauskommt. Sowohl Robin als auch Ted haben alle gemeinsamen Erfahrungen gebraucht um an den Punkt zu kommen sich final aufeinander einlassen zu können. Genau deswegen finde ich das Ende aufrichtig und gelungen, wenn auch überraschend.

 

In diesem Sinne ist meine Woche schon wieder rum. Heute gibts meinen ersten Superbowl. Davon lest ihr dann aber eher nächsten Sonntag – vielleicht.