Meine Woche und ich!

Viel ist passiert in den letzten Tagen. Über die Ereignisse, die mir am ehesten im Kopf hängen geblieben sind, möchte ich heute schreiben. Soweit ich das beurteilen kann, ist von allem ein wenig dabei. Sogar Superhelden könnten spontan wieder zum Thema werden. Doch zunächst ein paar Worte zum aktuellen Stand meiner „Autorenfähigkeiten“. Anführungszeiten deshalb, weil ich mir extrem komisch vorkomme, das was ich mache als das Handwerk eines Autoren zu betiteln. Aber das ist vermutlich eine andere Geschichte und soll ein anderes mal erzählt werden.

Schreiberei

An und für sich läuft es eigentlich ganz gut, aber anhand der ganzen Einschränkungen merkt der geneigte Leser sicher, das das nur die halbe Wahrheit ist. Irgendwie komme ich an fast allen Baustellen nicht mehr weiter. Meine Figuren sind nicht durchdacht und wirken auf mich plump und konstruiert. Die Dialoge, die ich bisher so habe sind gestelzt und überhaupt nicht interessant. Ebenso verhält es sich mit dem Storyverlauf an sich, denn ich habe keinen roten Faden, nichts zu erzählen und irgendwie auch keine Ahnung, worauf all das hinauslaufen soll. Schlüssig bin ich mir lediglich darüber, dass ich 3 Schicksale miteinander verknüpfen möchte. Hinter jedem Handlungsstrang verbirgt sich ein menschliches Problem. Davon habe ich aktuell nur für „den König“ eine Idee, wie das aussehen könnte. Grob gesagt, ist er ein zu gutgläubiger Mensch, der wegen seiner Naivität in die Prämisse gerät, sich zwischen die Rivalität seines besten und ältesten Freund, und seinem inzwischen erwachsenen Adoptivsohn entscheiden zu müssen. Beide buhlen um die Gunst des Königs, ohne das dieser es merkt und trifft letztlich eine folgenschwere Entscheidung, die das Leben aller Verändern wird. In Aidens Fall, geht es um seine Vergangenheit und die Gegenwart, zwischen denen er steht ohne wirklich eine Wahl zu haben. Für March hingegen habe ich noch nichts gefunden, hoffe aber täglich, dass mir etwas Interessantes einfällt.

Naja, soweit ich weiß ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, nur lassen mich die aktuellen Ereignisse daran zweifeln, dass überhaupt einer in mir wohnt. Dafür ist mir im Rahmen der Schreiberei aufgefallen, dass ich zu Metal nicht mehr wirklich arbeiten kann. Zum Bahnfahren oder so ist die Mucke weiterhin der Hit, aber wenn ich mich fokussieren soll, womit ich unfassbare Schwierigkeiten habe, dann ist neuerdings klassische Cello-Musik die Wahl der Stunde. Der liebliche Klang zwischen Violine und Bass ist für mich der perfekte Kompromiss zwischen Trauer und Freude. Musik gewordene Melancholie, genau wie ich es mag. Wunderbar.

Neuerungenschaft der Woche

Ja, ich weiß, ich habe „Schaft“ gesagt. Mal wieder sind zwei Jahre vorbei und mein Mobilfunkanbieter war so frei mir einen besseren Vertrag zu vermachen. Deswegen habe ich neuerdings nicht nur ein geiles Telefon, sondern auch den Streamingdienst Netflix. Die Liebste und ich schauen in letzter Zeit eh überwiegend Serien und weniger Filme, meistens, weil es einfacher ist, immer Nachschub vorhanden ist und somit die langwierige Entscheidungsphase ausfällt. Auch ist die Ausbreitung der Charaktere in Serien deutlich besser, als in Filmen, alleine schon wegen der Zeit. Deswegen können Miniserien für vieles die bessere Lösung sein, um allem die nötigen Freiräume zu geben. Bestes Beispiel: Harry Potter. 7 Staffeln, pro Schuljahr eine mit jeweils 12 Folgen. So ist genug Raum um vollkommen in die magische Welt eintauchen zu können, Nebenfiguren zu etablieren und allem einen gewissen Einklang zu verleihen. Gerade letzteres hat mir den Spaß an den Filmen ziemlich verdorben, denn ohne die Kenntnisse aus den Büchern (freundlichst mitgeteilt von der Liebsten), verstand ich viele Zusammenhänge nicht, was Schade ist.Aber das nur als Tipp für irgendwen, der sich der Sache nochmal annehmen möchte.

Jetzt da ich also über das monströse Serienprogramm von Netflix verfüge, habe ich Diverses zum Probieren und den Anfang durfte eine Superheldenserie nehmen, über die ich zwar schon viel gelesen habe, jedoch nichts gesehen. Arrow heißt das gute Stück und erzählt die Geschichte von Oliver Queen, der als neuzeitlicher Robin Hood, die Fehler seines Vaters ausbügeln will. Ich kenne die Vorlagen nicht wirklich, sondern nur in einigen Bezügen, aber bisher hat es mich gepackt. Erwartungsgemäß sind viele Dialoge recht cheesy und auch die physikalische Logik bleibt gelegentlich auf der Strecke, dafür weiß der Rest zu überzeugen und hält den Zuschauer bei Laune. Auch wenn ich noch ganz am Anfang, ca. Mitte der ersten Staffel, freue ich mich schon auf alles was da noch so kommt. Und auch viele andere Serien gibt es zu entdecken. Alleine um mir die Wartezeit bis Avengers 2 zu vertreiben, aber das ist wohl nochmal ein anderes Thema.

Zum Schluss möchte ich noch ein kurzes Wort an den Gott der Scheibenwelt, Terry Pratchet, verlieren, dessen Tod mich irgendwie bedrückt hat. Ich danke dir für meine Zeit mit Gevatter Tod, seinen Stundengläsern und den Kätzchen, die er so mag. Danke für so viele Ideen, so viel Zauber und Fantasie. Danke für die Scheibenwelt und ihre Bewohner. Mögest du deinen Frieden finden und einen besonderen Platz erhalten, denn du hast die Welt ein klein wenig besser gemacht.