Fuck Yes and more

Was war da schon wieder los in diesem hippen Internet? Gestern Abend, circa halb acht, drehten alle völlig durch. Erst dachte ich, Leonardo Di Caprio hat seinen Ehrenoscar erhalten. Nachträglich. Für die letzten Jahre. Denn das ist der einzige Grund, für den das Internet zusammenbrechen würde. Dachte ich. Doch die Streams diverser sozialer Netzwerke wurden geflutet, von kryptischen Worten, Freudengesängen und der Floskel „We’re Home“. Ratlos, planlos und über alle Maßen verwirrt versuchte ich mir einen Reim darauf zu machen und wurde schnell fündig. Denn am gestrigen Tag wurde der 2. Teaser zum heiß erwarteten Star Wars veröffentlicht. Damit wurde es schnell äußerst unangenehm für mich. Meine Finger juckten, das Notebook grinste mich diabolisch von der Seite an; alle darauf bedacht mich in Versuchung zu führen.

Aber der Reihe nach. Normalerweise verschlang ich jegliches Bildmaterial zu filmen fast zeitgleich zu ihrer Veröffentlichung. Wie ein Raubtier durchforstete ich das Netz nach Leaks von Fotos, Videos oder sonstigen Informationen. Jedes noch so kleine Fitzelchen war interessant, denn es brachte mich dem ersehnten Film ein Stückchen näher. Es fühlte sich realer an und erweckte zumindest den Eindruck die Wartezeit verkürze sich. Denn wer sich für Filme interessiert leidet nicht selten an unsäglichen Wartezeiten. Manche Projekte werden weit in die Zukunft bekannt gegeben und hinterlassen neben Neugier auch einen sehr schalen Beigeschmack der Wehmut. Wieso musste man mir schon 2013 sagen, dass es einen neuen Star Wars geben wird? Wozu musste Marvel mich letztes Jahr mit ihrer Agenda 2020 quälen? Nun sitze ich über Jahre auf heißen Kohlen und zähle die Stunden, bis der eine oder andere Leckerbissen endlich im Lichtspielhaus meines Vertrauens über die Leinwand flimmert.

Und dann kommt die Ernüchterung, wenn es denn endlich so weit ist. Bestanden Trailer früher überwiegend aus Andeutungen und Bildern, die Lust auf mehr machen sollten, zeigen sie heute einfach viel zu viel. Gerade bei Komödien und Actionfilmen werden die besten Szenen bereits für den Trailer benutzt, was die Erwartung an den Film zwar steigert, letztlich aber beim zahlungswilligen Besucher für Ernüchterung sorgt. Da kann ich schon verstehen, wieso sich einige Filme häufiger runter geladen werden als andere. Manchmal erzeugt das Vorabmaterial auch einen völlig anderen Eindruck des Gesamtwerks in dem Dialoge und Szenen in verändertem Kontext zusammengeführt werden. Tja, und dann gibt es noch das schlimmste aller Übel. Den Luzifer der Filmwelt, den Spoiler.

Spannende Filme leben von Überraschungen und Wendungen. Todgeglaubte Charaktere tauchen wieder auf, geliebte Figuren entpuppen sich als die Bösen oder alles verändernde Kampfsequenzen. Taucht solch eine Szene bereits im Trailer auf, ärgert sich ein jeder. Der Spaß während der Sichtung nimmt rapide ab, wenn man den „Twist“ bereits kennt. Nicht erahnt, weil er schlecht versteckt ist, sondern kennt. Nur weil man den Trailer, also den Werbeclip, bereits gesehen hat. Das ist schrecklich und macht gute Filme kaputt. Und ich weiß wovon ich rede, denn man hat mir Fight Club und The Sixth Sense gespoilert. Zum Glück war nur letzterer danach absolut nicht mehr sehenswert.

Will man aber noch einen Schritt weitergehen, dann verrät man einfach den gesamten Plot. Die jüngsten Beispiele sind Cinderella und der kommende Terminator. Beide feiern den gesamten Verlauf des Films gepresst in 3 Minuten chronologisch ab. Da nützt auch kein Schwarzenegger, kein hübsches Kleid, keine CGI-Kaugummiwelt, kein Actionfeuerwerk und kein brachialer Sound mehr etwas. Mein Interesse kommt zum erliegen und kehrt nur minimal zurück, wenn ich durch Zufall die Blu-Ray in die Hände bekomme. Ein Beispiel für einen wirklich gelungenen Trailer liefert übrigens „Gone Girl“. Das aber nur am Rande.

Eben wegen dieser Entwicklung habe ich mir vor einiger Zeit vorgenommen, für jeden Film nur so viele Trailer zu schauen, wie nötig sind um mir das Material schmackhaft zu machen. In der Regel reichen 1-2 vollkommen aus, denn sowohl Stimmung als auch Ausrichtung lassen sich damit klar erkennen. Jedes weitere kleine Video würde mir nur mehr Bildmaterial zeigen, dass mich im Film noch überraschen soll. Und eigentlich lief das ganz gut. Bis der erste Avengers 2 Trailer kam. Einer DER Filme dieses Jahres und der, den ich am meisten erwartete (Zumindest war das bis vor einer halben Stunde so!). Hatte der erste Trailer schon richtig Lust auf mehr gemacht. Ich sag nur: „There are no strings on me“ (Gänsehaut)!!! Dann kam der zweite Clip, gefolgt von einem dritten. Zwar nur mit ein klein wenig neuem Material aber dennoch konnte ich den Schlusskampf sehen. Obwohl ich das nicht wollte. Aber widerstehen war einfach nicht drin. Zu heiß war ich auf Bilder, wollte sehen, wie der Hulk Iron Man auf die Mütze gibt und wie Ultrons Stimme aus dem Off brummt.

Für Star Wars gelobte ich Besserung. Der Teaser, der vor einiger Zeit erschien, zeigte genaugenommen nichts und doch alles. Er hatte den richtigen Stil, die richtigen Leute, ein fucking interessantes Schwert und den größten Gänsehautblender (Milenium Falcon und so ;D) ever. Angefixt war ich, aber der Dezember noch unendlich weit weg. Tja, deswegen muss ich leider gestehen… Ich hab ihn gesehen. Mehrfach. Neben Gänsehaut ab der 5. Sekunde, wurden meine Äuglein zum Schluss hin etwas feucht. Danke JJ, dass du uns vergessen lässt, was der große George Lucas einst seiner Schöpfung antat.

Was’n da los? Der Wochenrückblick

Kaum zweimal umgedreht, schon ist die Woche wieder um. Was Montags noch klingt wie Hohn ist des Freitags Segen und am Sonntag bittere Realität. Die Zeit rennt ohne auch nur den geringsten Gedanken an die Gegenwart zu verschwenden. So verging auch die letzte Woche, wie im Flug. Eigentlich sollte ich jetzt ein Kapitel überarbeiten und meine „Schreibübung“ auf diesem Weg für heute erledigen, aber wenn ich ehrlich bin, hab ich keine Lust. Das ist insgesamt so eine Sache, an der ich wirklich arbeiten muss…

Ein Buch mich zu knechten

Mit weit aufgerissener Fresse habe ich überall publiziert, dass ich mich endlich daran machen würde ein Buch zu schreiben. Leider war der Plan nicht so gut durchdacht, denn jetzt sehe ich mich in der Verantwortung es wirklich zu tun. Als ich arbeitslos war, ging das ganz gut, aber jetzt? Ich arbeite 40 Stunden die Woche und verwende einen Großteil meiner geistigen Kapazitäten auf die Einarbeitung. Und das ist auch gut so, aber es sorgt eben dafür, dass es mir an Zeit fehlt. In einem der letzten Posts bin ich darauf bereits näher eingegangen. Warum ich heute nochmal auf das Thema zu sprechen komme ist die Tatsache, dass ich viel Motivation und Aufwand betreiben muss, bis ich in dem Kapitel oder der Figur wieder drin bin. So vergehen gerne mal zwei bis drei Stunden, ehe ich den Stift auch nur in die Hand nehme.

Bin ich hingegen einmal drin, kann ich auch daran arbeiten, bis mir die Finger schmerzen oder der Akku meines Notebooks glüht. Doch eben genau dazu mangelt es mir an Zeit, denn ich könnte vielleicht sogar die Einarbeitungszeit aufwenden, aber dann fehlt mir hinten raus die effektive Schreibzeit (schrilles Wort *_*). Denn wenn ich ehrlich bin, habe ich auch noch eine Beziehung, die ich pflegen möchte und andere Interessen ebenfalls. Deswegen dämmert mir allmählich, dass ich den Mund etwas zu voll genommen habe. So ein Buch zu schreiben ist weit mehr Aufwand, als ich gedacht habe und jetzt muss ich mit den Konsequenzen leben. Auch wenn ich nicht vorhabe hinzuwerfen, liegt noch ein großes Stück Arbeit vor mir. Hoffen wir einfach mal das Beste.

Netflix, das Internet und Hater

Am Freitag ging die heiß erwartete Serienumsetzung von Daredevil, dem Mann ohne Furcht, an den Start. Viel wurde im Vorfeld gemunkelt und geflammed. Insgesamt ist mir aufgefallen, dass es im Internet viel unnötigen Hate gibt, der sich auf jede noch so kleine Information stürzt, sie auf ihre Essenz reduziert und daran krude Theorien aufhängt. So war es nicht nur mit der Serie auf die ich gleich noch etwas näher eingehe, sondern auch bei vielen anderen Projekten. Mich interessieren größtenteils Informationen aus dem Superhelden-Spektrum und ich versuche den Spagat zwischen der Befriedigung meiner Neugier und dem Umgehen von Spoilern zu halten. Leider ist das nicht einfach, wie sich am Beispiel von Avengers 2 gezeigt hat. 3 Trailer, diverse Fersehspots, unzählige Interviews und mehr machen es schon fast unnötig den Film sehen zu müssen. Aber das ist ein anderes Problem, dem ich mich vielleicht nochmal gesondert widmen werde.

In den unzähligen Berichten zu kommenden Projekten fallen auch Namen für Besetzungen, die im Anschluss heiß diskutiert werden. Jüngstes Beispiel ist da wohl ohne Frage Jared Leto, der für die Suicide Squad-Verfilmung den Joker mimen wird. Schon seit dieser Ankündigung dreht das Internet durch und jedes Bild, jeder Leak und jede Information heizt die Vorverurteilung noch weiter an. Ehrlich gesagt geht mir das ziemlich auf den Keks und setzt unnötige Erwartungshaltungen, denn sind wir mal realistisch: als Heath Leadger für die Rolle in Dark Knight angekündigt wurde, war auch erstmal niemand begeistert. Und NACH dem Film waren alle begeistert. Also geben wir dem guten Mann doch eine Chance, er hat ohnehin ein schweres Kreuz zu tragen, denn die Messlatte liegt irgendwo zwischen Zimmerdecke und Mond.

Warum ich darauf zu sprechen komme? Weil zu Daredevil im Vorfeld auch viel kritisiert wurde. Das Kostüm aus dem ersten Trailer war furchtbar, der Schauspieler eine Fehlbesetzung und insgesamt sieht alles danach aus, als wäre das Projekt zu scheitern verurteilt. Und trotzdem hatte der Mann ohne Furcht für eine exklusiv produzierte Serie einen brachial guten Start. Und nach dem was ich bisher gesehen habe, werden die meisten Vorverurteilungen Lügen gestraft. Das Setting ist großartig. Hells Kitchen, drei Jahre nach den Ereignissen aus Avengers, ist ein raues Pflaster, voller mehr oder weniger brutalen Gangstern und mittendrin ein junger Matt Murdock auf der Suche nach Gerechtigkeit in seiner Stadt. Mehr als einmal hatte ich das Gefühl, hier würde sich auch Batman wohl fühlen, denn die Stadt ist schmutzig, düster und gnadenlos. Diese Stadt formt sich ihren Helden, der absolut nicht unfehlbar ist. Alles ist toll und ich habe eine Weile gebraucht, bis ich wusste, was mich stört. Leider muss ich dem Chor der anonymen Inet-Hater etwas zugestehen: der Hauptdarsteller wirkt auf mich nur wenig überzeugend. Alles andere ist großartig und ich werde mich demnächst mal etwas ausführlicher damit befassen.

Für heute soll es das gewesen sein.

Schönes Restwochenende und Reingehauen.

Immer wieder sonntags…

So langsam sollte ich geübt sein im Verfassen spannender Einleitungen, aber irgendwie nicht. Mag vielleicht mit der viel zu kurzen Nacht und meiner allgemeinen Sonntagsmüdigkeit zusammen hängen. Richtig einladend ist dieser Frühling bisher nämlich leider nicht. Es kann aber auch schlichtweg an meinem mangelnden Talent liegen. Darüber zu urteilen, obliegt meinen Lesern. Dennoch möchte ich mich kurz sammeln und die Ereignisse meiner Woche in ein paar Worten niederschreiben.

Wolverine macht Schluss

Gestern sorgte Hugh Jackman mit einem Post in den sozialen Netzwerken für Aufsehen. „One last time“. So lauteten seine verheißungsvollen Worte. Gemeint ist damit natürlich die ikonischste Rolle seiner Karriere, der grummelige Wolverine. Bereits 7 Mal war er als der Mutant aus den Reihen der X-Men auf der großen Leinwand zu sehen. Nun soll mit dem nächsten Film endgültig Schluss sein. Bedenkt man Jackmans Nachricht von vor einigen Wochen, in der er mitteilte,  die Rolle bis zum Ende zu spielen, könnten wir durchaus mit dem Tod des nahezu unsterblichen Wolverine rechnen. Das Netz überschlägt sich bereits mit Theorien, möglichen Storys und welcher Film denn nun der nächste sein wird. Denn es wird einen Solo – Auftritt geben, soviel ist klar. Allerdings würde das bedeuten, dass in dem kommenden Apokalypse, wo wieder die versammelte Mannschaft ausfläuft, der grantige Kanadier mit Abwesenheit glänzt. Ich persönlich finde das garnicht schade, denn so langsam bin ich den Charakter leid. Sein Ausscheiden bietet anderen interessanten Mutanten; von denen es bei Weitem genug gibt; Raum und macht die Geschichten wieder etwas Vielseitiger. Warten wir also ab, was da kommt.

Der Arbeitslosigkeit sein Ende

Ja, es ist vollbracht. Aus, Schluss Ende und vorbei. Der Onkel wird nicht länger bis in die Puppen pennen, Pfandflaschen sammeln und mit den anderen Arbeitslosen im Park abhängen. Ich bin endlich wieder in Lohn und Brot wie man so schön sagt. Dieser Eintrag ist mein Letzter, bevor am Mittwoch der Ernst des Lebens zurückkehrt. Nein, mal ganz im Ernst. Es ging mir mit der Zeit so richtig auf den Keks, untätig zu sein. Zwar habe ich versucht meine Freizeit zu nutzen, habe viele Serien, Filme und Spiele nachgeholt und mir auch den Raum genommen, mir über vieles Gedanken zu machen. Meistens erfolgreich, es gab nach der gescheiterten Selbstständigkeit ja auch genug Um nicht vollkommen abzudriften, habe ich aber immer versucht einen normalen Tagesablauf zu erhalten. Früh aufstehen, tagsüber fleißig sein und abends entsprechend müde, wieder rechtzeitig zu Bett gehen. Wollen wir mal hoffen, dass das ausreichend ist. Neben meiner Vorfreude, Körper und Geist wieder einem besseren Zweck zu widmen, bin ich auch etwas skeptisch. Schließlich habe ich mir vorgenommen jeden Tag 750 Worte zu schreiben, im Idealfall für mein Buch, nur habe ich dazu nun täglich acht Stunden weniger Zeit. Wir werden sehen, was das bedeutet. Zumindest bin ich geneigt, mich reinzuhängen. In Beides.

Zwitschert ein Vögelchen…

Ich habe jetzt Twitter. Keine sonderlich spannende Neuigkeit, aber als Freund des Internets, war es nur eine Frage der Zeit. Lange habe ich mich gegen den Trend verwehrt, habe weder Notwendigkeit noch Spaßfaktor verstanden. Zu verwirrend kamen mir all die Bezeichnungen und Kürzel vor. So ein durchschnittlicher Tweet kann recht kryptisch wirken. Das schreckte mich bisher ab. Aber jetzt war es an der Zeit, der Sache eine zweite Chance zu geben. Account erstellt und was soll ich sagen… Ich liebe es. Nicht, dass ich wirklich spannendes beizutragen hätte, darum geht es mir nicht. Aber als Sammelstelle für Informationen und Nachrichten, gibt es in meinem Spektrum nichts besseres. Die Geschwindigkeit ist unglaublich. Durch die Verschlagwortung mittels Tags bietet eine tolle Verkettung von Tweets, die Informationen zu bestimmten Informationen kombinieren. Es ist in Windeseile möglich aus verschiedenen Quellen Fakten, Vermutungen und Wissenswertes zu erhalten. Natürlich auch viel Unfug, ist ja schließlich das Internet.

Zu guter Letzt der ganze Rest

Und was ist sonst noch so passiert? Das Wichtigste zuerst: Bloodbourne ist seit einigen Tagen auf dem Markt und sprengt derzeit alle Tests und Reviews. Das ist auch der Grund für die neu angelegte PS4-Kasse. Jeder Euro, der zu viel ist, wandert dort hinein und vielleicht ist es ja bald so weit. Für das Buch habe ich mich viel mit Perspektiven und Erzählweisen auseinandergesetzt. Leider scheitere ich gerade im Moment gerne Mal an der Motivation. Im Kopf habe ich zwar Ideen und irgendwie auch Lust zu schreiben, aber kaum habe ich das Notebook gezückt und das Dokument zeigt mir den blinkenden Cursor, schon ist alles weg. Mehr mühevoll als spaßig arbeite ich mich durch meine täglichen Texte, ohne so wirklich Erfolg zu haben. Hoffentlich ist das eine Phase, die auch recht schnell wieder verfliegt. Sonst wird das nichts mit dem Buch bis Ende 2015. Und das wäre doch schade.

Meine Woche und ich!

Viel ist passiert in den letzten Tagen. Über die Ereignisse, die mir am ehesten im Kopf hängen geblieben sind, möchte ich heute schreiben. Soweit ich das beurteilen kann, ist von allem ein wenig dabei. Sogar Superhelden könnten spontan wieder zum Thema werden. Doch zunächst ein paar Worte zum aktuellen Stand meiner „Autorenfähigkeiten“. Anführungszeiten deshalb, weil ich mir extrem komisch vorkomme, das was ich mache als das Handwerk eines Autoren zu betiteln. Aber das ist vermutlich eine andere Geschichte und soll ein anderes mal erzählt werden.

Schreiberei

An und für sich läuft es eigentlich ganz gut, aber anhand der ganzen Einschränkungen merkt der geneigte Leser sicher, das das nur die halbe Wahrheit ist. Irgendwie komme ich an fast allen Baustellen nicht mehr weiter. Meine Figuren sind nicht durchdacht und wirken auf mich plump und konstruiert. Die Dialoge, die ich bisher so habe sind gestelzt und überhaupt nicht interessant. Ebenso verhält es sich mit dem Storyverlauf an sich, denn ich habe keinen roten Faden, nichts zu erzählen und irgendwie auch keine Ahnung, worauf all das hinauslaufen soll. Schlüssig bin ich mir lediglich darüber, dass ich 3 Schicksale miteinander verknüpfen möchte. Hinter jedem Handlungsstrang verbirgt sich ein menschliches Problem. Davon habe ich aktuell nur für „den König“ eine Idee, wie das aussehen könnte. Grob gesagt, ist er ein zu gutgläubiger Mensch, der wegen seiner Naivität in die Prämisse gerät, sich zwischen die Rivalität seines besten und ältesten Freund, und seinem inzwischen erwachsenen Adoptivsohn entscheiden zu müssen. Beide buhlen um die Gunst des Königs, ohne das dieser es merkt und trifft letztlich eine folgenschwere Entscheidung, die das Leben aller Verändern wird. In Aidens Fall, geht es um seine Vergangenheit und die Gegenwart, zwischen denen er steht ohne wirklich eine Wahl zu haben. Für March hingegen habe ich noch nichts gefunden, hoffe aber täglich, dass mir etwas Interessantes einfällt.

Naja, soweit ich weiß ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, nur lassen mich die aktuellen Ereignisse daran zweifeln, dass überhaupt einer in mir wohnt. Dafür ist mir im Rahmen der Schreiberei aufgefallen, dass ich zu Metal nicht mehr wirklich arbeiten kann. Zum Bahnfahren oder so ist die Mucke weiterhin der Hit, aber wenn ich mich fokussieren soll, womit ich unfassbare Schwierigkeiten habe, dann ist neuerdings klassische Cello-Musik die Wahl der Stunde. Der liebliche Klang zwischen Violine und Bass ist für mich der perfekte Kompromiss zwischen Trauer und Freude. Musik gewordene Melancholie, genau wie ich es mag. Wunderbar.

Neuerungenschaft der Woche

Ja, ich weiß, ich habe „Schaft“ gesagt. Mal wieder sind zwei Jahre vorbei und mein Mobilfunkanbieter war so frei mir einen besseren Vertrag zu vermachen. Deswegen habe ich neuerdings nicht nur ein geiles Telefon, sondern auch den Streamingdienst Netflix. Die Liebste und ich schauen in letzter Zeit eh überwiegend Serien und weniger Filme, meistens, weil es einfacher ist, immer Nachschub vorhanden ist und somit die langwierige Entscheidungsphase ausfällt. Auch ist die Ausbreitung der Charaktere in Serien deutlich besser, als in Filmen, alleine schon wegen der Zeit. Deswegen können Miniserien für vieles die bessere Lösung sein, um allem die nötigen Freiräume zu geben. Bestes Beispiel: Harry Potter. 7 Staffeln, pro Schuljahr eine mit jeweils 12 Folgen. So ist genug Raum um vollkommen in die magische Welt eintauchen zu können, Nebenfiguren zu etablieren und allem einen gewissen Einklang zu verleihen. Gerade letzteres hat mir den Spaß an den Filmen ziemlich verdorben, denn ohne die Kenntnisse aus den Büchern (freundlichst mitgeteilt von der Liebsten), verstand ich viele Zusammenhänge nicht, was Schade ist.Aber das nur als Tipp für irgendwen, der sich der Sache nochmal annehmen möchte.

Jetzt da ich also über das monströse Serienprogramm von Netflix verfüge, habe ich Diverses zum Probieren und den Anfang durfte eine Superheldenserie nehmen, über die ich zwar schon viel gelesen habe, jedoch nichts gesehen. Arrow heißt das gute Stück und erzählt die Geschichte von Oliver Queen, der als neuzeitlicher Robin Hood, die Fehler seines Vaters ausbügeln will. Ich kenne die Vorlagen nicht wirklich, sondern nur in einigen Bezügen, aber bisher hat es mich gepackt. Erwartungsgemäß sind viele Dialoge recht cheesy und auch die physikalische Logik bleibt gelegentlich auf der Strecke, dafür weiß der Rest zu überzeugen und hält den Zuschauer bei Laune. Auch wenn ich noch ganz am Anfang, ca. Mitte der ersten Staffel, freue ich mich schon auf alles was da noch so kommt. Und auch viele andere Serien gibt es zu entdecken. Alleine um mir die Wartezeit bis Avengers 2 zu vertreiben, aber das ist wohl nochmal ein anderes Thema.

Zum Schluss möchte ich noch ein kurzes Wort an den Gott der Scheibenwelt, Terry Pratchet, verlieren, dessen Tod mich irgendwie bedrückt hat. Ich danke dir für meine Zeit mit Gevatter Tod, seinen Stundengläsern und den Kätzchen, die er so mag. Danke für so viele Ideen, so viel Zauber und Fantasie. Danke für die Scheibenwelt und ihre Bewohner. Mögest du deinen Frieden finden und einen besonderen Platz erhalten, denn du hast die Welt ein klein wenig besser gemacht.

Meine Woche und Spiderman

Nun schon zum dritten Mal in Folge mein ganz persönlicher Wochenrückblick. Ich habe tatsächlich auch nur zwei Themen, die mir spontan in den Sinn kommen, wenn ich gedanklich die letzten sieben Tage resümiere. Spiderman und Hausfrauen-SM. Geht es nach den sozialen Netzwerken ist diese Woche auch nichts anderes passiert.

50 Hypes of Hausfrauen-SM

Gestern war ja bekanntlich Valentinstag, also der Tag den Frauen erfunden haben um ihre Männer so richtig aus der Reserve zu locken. Es wird geschenkt und geliebt bis einer – oder beide – weint. Längst hat die Industrie dieses Fest zur Schlachtplatte der Floristen und Grußkartenindustrie erklärt. Und weil es an diesem Tag aus welchem Grund auch immer mehr um die romantischen Bedürfnisse der Frauen geht, kommt jährlich um den 14.2. eine Romantikkomödie nach Schema F ins Kino um möglichst viele Liebende abzugreifen.

Dieses Jahr kam mit 50 Shades of Grey die visualisierte Erotikfantasie vieler Frauen in die Lichtspielhäuser und feierte den erwarteten Erfolg. Schon die Buchvorlage sprengte dank expliziter und „spezieller“ Ausführung der Sexualpraktiken diverse Verkaufsrekorde.

Und obwohl es gerade total angesagt ist den Film ungesehen für Scheiße zu erklären, nehme ich davon Abstand. Mein Anliegen ist ein anderes, nämlich der Hype. Es ist vollkommen egal wo man sich in den letzten 3 Wochen im Netz aufgehalten hat, überall war Thema, ob der Film die Ansichten der Feministinnen mit Füßen tritt, ob die Fesselspielchen denn nun wirklich mit dem SM aus der echten Welt zu vergleichen wären und welche frustrierte Hausfrau solche Schmonzetten nötig hätte.

Und genau da sehe ich das eigentliche Problem, denn egal ob positiv oder negativ. Mr. Greys Sexphantasien machen derartig Wind im Netz, dass viele den Film schauen werden nur um zu sehen, dass er wirklich Mist ist. Und das nervt mich. Können die Hater nicht einfach die Fresse halten zu Schauwerk, dass sie sich eh nie ansehen werden? Damit ist allen geholfen und in diesem Fall bin ich mir sicher, hätte es dazu geführt, dass all jene, die Bock auf den Film hatten ihn im Kino sehen und der Rest nicht. Fertig.

Dank dem monströsen Hype wird das Ding jetzt durch die Decke gehen wie ehemals Twighlight und das vor allem wegen all der Hater.

Well done, sir. Well done.

Welcome (fast) back, Spidey

Wenn es diese Woche im Netz mal nicht um die richtige Fesseltechnik ging, dann um den rot-blauen Spinner aus dem Hause Marvel, denn Sony und das Haus der Wunder sind sich nach langen Verhandlungen endlich einig geworden. Spider-Man wird offiziell Teil des MCU und trifft auf Comic-Kollegen wie Iron Man, den Hulk und Captain America. So weit, so vertretbar.

Doch meine Luftsprünge fallen aus verschiedenen Gründen noch sehr mickrig aus. Denn der Deal überträgt die Figur nicht einfach zurück an Marvel, wie es vor einiger Zeit bei Daredevil der Fall war, sondern Sony stellt Marvel eine Lizenz aus um Auftritte möglich zu machen. Die finale kreative Instanz bleibt damit Sony, auch wenn mit Kevin Feige ein Produzent bisheriger Erfolge wie Iron Man oder den Guardians of the Galaxy mit an Bord ist. Problematisch ist das vor allem, weil Sony sich ja mit dem Reboot der Amazing Spiderman Reihe ziemlich verzettelt hat.

Erfreulich ist jedoch die Nachricht, dass der erste Auftritt des Spinnenmans in der heiß erwarteten Civil War Umsetzung stattfinden wird. Ob in der entscheidenden Rolle wie in den Comics, als Nebenfigur oder mit Nerdbuzz in der Endcredit-Scene ist bislang nicht bekannt. Spider-Man’s Part sollte der Black Panther einnehmen, der in 2016 ebenfalls einen Solo-Ausflug erhalten soll. Ich bin gespannt wie ein Schnitzel, was sich daran ändern wird. Aber da erwarten uns in den nächsten Wochen sicher noch weitere Informationen.

Die Origin-Story, also wie Spiderman seine Kräfte erlangt hat, wurde uns ja nun schon mehrfach erzählt. Nach der Nachricht hatte ich gehofft wir kämen um einen weiteren Spinnenbiss, den Tod des liebenswerten Onkel Bens (*hihi*) und den Pathos zum Thema Verantwortung und große Kraft herum. Schließlich wäre es an der Zeit gewesen uns einen gealterten und gereiften Peter Parker zu präsentieren. Beispielsweise in seiner Zeit als Lehrer. Oder wir verzichten ganz auf diesen Charakter und widmen uns seinem Comic-Nachfolger Miles Morales, einem afroamerikanischen Teenager. Doch S0ny hat schon bekannt gegeben, dass es einen neuen Reboot im MCU geben wird.

Interessant ist dabei, dass auch der Darsteller ersetzt wird. Andrew Garfield, der aus meiner Sicht der bessere Spiderman und der schlechtere Peter Parker war, schlüpft nicht mehr in den rot-blauen Anzug. Viele der Fans wünschen sich Tobey Maguire zurück, der in der Trilogie von Sam Raimi in die Rolle des Titelhelden schlüpfte. Für mich völlig unverständlich, weil er in meinen Augen absolut nicht zu der Figur passt, die ich in den Comics so lieben gelernt habe. Einen neuen Namen hat uns noch niemand präsentiert, aber das wird sicher nicht mehr lange dauern.

Insgesamt beobachte ich die Entwicklung mit erhöhtem Interesse… Hoffen wir einfach, dass Sony aus den Fehlern der Vergangenheit lernt und auf Marvels Formel vertraut. Dann wird das schon. Hoffentlich!