Wer das liest ist doof! Ernsthaft!

Gerade heute bin ich nach einer langen Nacht mit meinen Freunden ziemlich übermüdet. Wie üblich bei Pokerspielen unter Jungs geht das Ganze gerne mal etwas länger. Und das wiederum hatte zur Folge, dass ich meinen bisherigen Sonntag in einem geistigen Zwischenzustand verbringe. Außer auf der Couch liegen und Filme mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad fürs Gehirn schauen ist nicht viel drin. Das rührt vor allem daher, dass ich schon vor langer Zeit die Fähigkeit aus zu schlafen eingebüßt habe. Egal wann ich ins Bett gehe; spätestens um 11 Uhr morgens bin ich wach. Wobei wach es nicht trifft. Ich drifte viel eher in den absolut nicht erholsamen Halbschlaf. Zu müde um die Augen zu öffnen, aber zu vital um weiter zu schlafen. Also renne ich den lieben langen Tag mit tränenden Augen und äußerst latentem Kopf umher. In diesem Zustand einen zusammenhängenden Text mit 750 Wörtern zustande zu bringen ist schon eine Kunst. Man stelle sich vor ich hätte auch noch einen Kater. Glücklicherweise bin ich mit diesem Thema schon viele Jahre durch.

Dennoch bitte ich bei meinen treuen 0 Lesern ein wenig um Nachsicht ;)!

Die Liebste trällert gerade im Nebenraum ein Lied das wohl nur aus einem sich ewig wiederholenden Refrain besteht. Begleitet von der Gitarre flutet sie den Raum mit ihrer Stimme. Beides wirkt fast hypnotisch auf mich. Es betört mich und raubt mir die Konzentration. Ich ertappe mich, wie ich mich auf den Wogen der Musik davon treiben lasse, mich verliere und nur unter größter Mühe zurückfinde. Und plötzlich sitze ich da vor meinem Notebook, keinen einzigen klaren Gedanken im Kopf und lausche der Musik. Wie Meeresrauschen…

Absatz für Absatz quäle ich mich jetzt durch einen Text, der vermutlich zum Ende hin weder Struktur, noch Inhalt aufweisen kann. Eigentlich könnte ich auch ein Wörterbuch abschreiben. Oder kopieren, geht schneller. Aber das wäre gegen die Idee der 750 Wörter pro Tag – Regel. Nein, vielmehr sollte es mir helfen meine Gedanken zu sortieren, sie zu kanalisieren und in nachvollziehbare Worte zu kleiden. Heute hingegen stehen keine verwurstelten Gedanken zur Verfügung. Da ist nichts, dass es Wert wäre festgehalten zu werden. Mein Kopf ist leer. Maximal streiten sich die letzten hartnäckigen Nerd-Zellen darüber, welcher Film dieses Jahr mehr Erwartungen verdient: Star Wars unter LOST-Mastermind J.J. Abrams (dem ich mittlerweile nicht mehr böse bin wegen dem schwachen Ende) oder Joss Whedons zweitem Aufgebot der Rächer gegen den nahezu unbesiegbaren Ultron. Faktisch werden beide mich in höchste Verzückung … und schon habe ich wieder Wortfindungsschwierigkeiten. Blöder Mist. Jetzt scheitere ich schon beim Vollenden von schlichten Sätzen. Vermutlich Zeit zum Einschläfern.

Oder Gehirn wechseln; so ein Austauschgehirn wäre doch was. Wenn das alte müde, überfordert oder einfach mit anderen Dingen beschäftigt, einfach das Ersatzhirn nehmen und weitermachen. Wie mit Akkus in einer Ladestation. Tolle Vorstellung. Jedenfalls könnte ich jetzt genau so eins gebrauchen. Vielleicht wäre ich damit auch kreativer. Mein Buch kommt nämlich nur bedingt voran und meine Idee für Youtube-Videos ist leider auch harter Mist. Wahrscheinlich auch besser so, so muss niemand das Verbrechen oberhalb meines Halses ertragen. Meine Idee war es eine Art MovieFights von ScreenJunkies zu kreieren. Also Thesen zu diskutieren und die Argumente zu bewerten. Das ganze mit einer ordentlichen Prise Humor und Spaß. Der Ernst verbleibt bei den öffentlich-rechtlichen. Mal sehen, vielleicht läuft mir mal jemand vor die Linse (der Kamera, die ich nicht besitze) und wir kommen gemeinsam auf DIE IDEE. Wahrscheinlich aber eher nicht.

Ich würde ja auch gerne ein Comic schreiben, dafür fehlt es mir aber an zeichnerischem Talent. Und Mut. Irgendwas total abgedrehtes mit coolen Sprüchen, schrägen Typen und viel Blut. Mal sehen welcher Wahnsinn mir da so aus dem Hirn fleucht. Heute sicherlich nichts. Aber das sagt ja nichts über die nächsten Tage aus. Oder Wochen. Oder Jahre. Vielleicht auch Leben, je nach Glauben…

Schon wieder Unsinn. Unfassbar. Inzwischen ist die Musik dem Geruch nach Suppe gewichen und mein Magen erinnert mich daran, dass ich nicht nur müde, sondern auch hungrig bin. YAY -.-! Glücklicherweise ist dieser leere und verbrauchte Tag bald um. Ich mag es nicht, wenn mein Gehirn zu nichts taugt. Irgendwie fühle ich mich dann alleine und im Stich gelassen. Meistens sind wir nämlich recht gute Freunde. Auch wenn wir nur selten einer Meinung sind, aber so ist das wohl in einer Zwangsehe. Und dann noch einer, die sich nicht auflösen lässt.

So und zum Schluss dieses absolut schrecklichen Sammelsuriums unpassender Vergleiche, Worte und Phrasen möchte ich mir selbst ein Ziel für die kommenden 5 Tage im Rahmen der 750Words-Challenge setzen:

Jeden Tag schreibe ich für mein Buch, basierend auf einem Satz aus den Büchern, die so in meinem Regal stehen.

Muss ja mal voran gehen die Nummer.

 

Wir haben es geschafft.

In diesem Sinne,

 

Gute Nacht 😀

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