Ein Wochenrückblick – ja, schon wieder :D

Und schon wieder ist eine Woche vergangen. Schon beängstigend, wie schnell Zeit vergehen kann, wenn man sie nicht bewusst ausnutzt. Die letzten sieben Tage sind kaum merklich vorüber gezogen und ich muss recht intensiv nachdenken, was seit meinem letzten Rückblick alles passiert ist. Es gab ein paar Teaser, eine interessante Diskussion über Helden und eine längst überfällige Serie:

Firefly

Vor den mächtigen Avengers hatte Regisseur Joss Whedon schon diverse andere Projekte abgeliefert. Nicht umsonst bezeichnet man seine Arbeit „von und für Nerds“. Neben dem eben erwähntem Superheldenteam, hatte er bereits Buffy – the vampire slayer und die Space-Cowboy-Serie Firefly umgesetzt. Gerade letztere wurde in meinem Umfeld immer mal wieder erwähnt und die popkulturellen Referenzen sind weitreichend. Nicht zuletzt weil Hauptdarsteller Nathan Fillion selbst ein ziemlicher Nerd ist.

Funfact: Sein Kultstatus brachte ihm sogar einen sehr versteckten Cameo-Auftritt im erfolgreichen Guardians of the Galaxy ein.

Wieso ich gerade diese Woche von diesem ollen Schinken anfange? Nun ja, es hat schon ein paar Folgen gebraucht bis ich mit dem Mix aus Western und Sci-Fi warm geworden bin. Aber gerade diese auf dem Papier absurd wirkende Mischung hat in der generischen Serienlandschaft einen außergewöhnlichen und  frischen Charme, der viel Spaß bereitet.

Natürlich sind die Effekte aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäß und wirken häufig billig, aber die unterhaltsamen Geschichten rund um die Crew der Serenity lassen darüber hinweg sehen. Die Charaktere sind mit viel Liebe geschrieben und durchweg interessant, ebenso die Zusammensetzung der einzelnen Folgen. Jede Figur bekommt Raum sich zu entfalten und den Zuschauer zu verblüffen.

Aktuell habe ich nur noch das letzte Viertel der einzigen Staffel vor mir und bin schon ein wenig traurig, dass dieser Serie nicht mehr Zeit und Raum gewährt wurde. Aber das gehört wohl zur Maschinerie, Herzensprojekte opfern um Handlungsmassaker wie Prison Break oder Heroes zu erhalten. Kleiner Einschub: Die jeweils ersten Staffeln beider Serien waren toll, aber danach ging es stetig bergab und wurde ziemlich albern. Nach vier Staffeln war dann für beide Schluss.

Heroes – Teaser

Wo wir gerade beim Thema sind, die „Superhelden“ sofern man sie als solche bezeichnen kann, kommen zurück. Vor einiger Zeit gab das Studio bekannt, dass die Serie Heroes wieder aufgelebt werden soll. Wirkliche Informationen zur Handlung, eventuellen Darstellern oder ähnlichem zu Heroes – Reborn, gibt es derzeit kaum. Vor ein paar Tagen wurde lediglich ein kurzer Teaser veröffentlicht in dem wir Noah Bennet und zwei unbekannte Gesichert entdecken können. Meine Meinung zum Ende der Serie habe ich ja etwas weiter oben schon erklärt. Demnach bin ich skeptisch ob das reanimieren in diesem Fall wirklich funktioniert.

Daredevil Teaser

Und weil wir gerade bei Teasern sind, gab es diese Woche endlich den ersten bewegten Minitrailer zur Serienadaption des blinden Daredevil. Über die verpatzte Version mit Ben Affleck brauchen wir an dieser Stelle kein Wort verlieren, dass Internet ist voll mit allem, was es dazu zu sagen gibt. Um so erfreulicher war da die Nachricht, dass Marvel sich die Rechte am Mann ohne Furcht zusammen mit dem ebenso unbeliebten Ghostrider zurückgekauft haben. Und weil DC im Serienmarkt derzeit die Nase mit Schwergewichten wie Arrow, dem Spin-Off Flash und neuerdings Gotham, vorn hat, plant Marvel in den nächsten Jahren mit einer Großoffensive nachzuholen. Neben Agents of Shield und Agent Carter geht auch Daredevil demnächst über die heimischen Bildschirme. Die ersten Bilder der Netflix – Produktion sehen wesentlich ernster aus, als es der Film von 2003. In den Comics ist Matt Murdoc tatsächlich eher ein ernster Vertreter und somit hoffe ich, dass die Wiederbelebung in diesem Fall fruchten wird. Abwarten ist angesagt.

Alte und neue Helden

Zu guter Letzt bin ich gestern eher zufällig in eine Diskussion auf moviepilot geraten. Dabei ging es darum, dass Chris Pratt als neuer Schwarzenegger gehandelt wird. Vermutlich muss ich niemandem erklären, welchen „Shitstorm“ diese These aufgeworfen hat. Die darauf folgende Unterhaltung in der Kommentarsektion zeugte vor allem von der Verteidigung der Kindheitshelden. Und da liegt der Hund begraben.

Wenn ich mit meiner Freundin heute alte Filme ansehe, versuche ich ihr zu erklären, dass sie diese in der Zeit, zu der sie erschienen sind beurteilen sollte. Denn technisch und erzählerisch ist Star Wars längst nicht mehr zeitgemäß, aber damals war beides bahnbrechend. Jeder, der diese Filme in seiner Kindheit gesehen hat, wird sie noch heute lieben. Mit den Helden der Action-Ära; und nichts anderes waren die 80er; verhält es sich genauso. Diese Jahrzehnt hat den Actionfilm etabliert und gestaltet, eine Sache, die es so schnell nicht wieder geben wird. Die Idole, die diesen Filmen entsprungen sind, leben noch heute, obwohl einige mächtig am eigenen Ast sägen… Stallone überlegt mal wieder als Rocky in den Ring zu steigen, Schwarzenegger ist der Oneliner-Action nicht müde und Bruce Willis will nach dem desaströsen 5. Die Hard tatsächlich noch einen weiteren machen.

So gerne ich deren 80er und teilweise 90er Werke mag, so muss ich auch feststellen, dass solche Filme nicht mehr in diese Zeit passen. Alles entwickelt sich weiter und das sollte auch in der Filmbranche der Fall sein. Damit meine ich jetzt nicht zwingend dutzende Sequels, Prequels und Spin-Offs, sowie 3D-Verschandelung, sondern eine Modernisierung der Erzählung. Alles hat seine Zeit und statt krampfhaft an der Vergangenheit zu klammern fände ich es schöner, sie zu entwickeln um etwas Neues und Aufregendes zu erschaffen… Aber das liegt dann nicht mehr in meiner Hand..

In diesem Sinne,

Schöne Woche zusammen.

 

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